Alle Jahre wieder "Zwischen Frühstück und Gänsebraten"

Geschichte

Alte Fernsehaufnahmen zu weihnachtlichen Themen. Eine Frau und ein Mann moderieren eine Weihnachtssendung 4 min
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Fast 35 Jahre beglückten Margot Ebert und Heinz Quermann das Fernsehpublikum in der DDR mit ihrer Weihnachts-Show "Zwischen Frühstück und Gänsebraten". Immer am 1. Weihnachtsfeiertag zwischen 11 und 13 Uhr. Zunächst live aus dem Berliner Friedrichstadtpalast oder dem Palast der Republik übertragen, wurde die Sendung später in Kulturhäusern von Bezirksstädten aufgezeichnet. In der Show wurden Schlager und volkstümliche Weisen, aber auch klassische Musik und Weihnachtslieder von Kinderchören geboten. Und natürlich wirbelten die Tänzer des Fernsehballetts in fantasievollen Kostümen über die Bühne.

Der Sketch

Die Moderatoren, hörte man, mochten sich nicht. Man merkte es den beiden nie an. Im Gegenteil: Margot Ebert und Heinz Quermann wirkten wie ein altes Ehepaar. Und das spielten sie auch oft in ihren Sketchen.

Das Märchen

Von 1982 an wurde die Märchenstunde von Jochen Petersdorf, Autor beim Eulenspiegel-Verlag, zu einem Highlight. Petersdorf las von ihm bearbeitete Märchenklassiker, in denen er den DDR-Alltag parodierte.

Das Ritual

Zum festen Ritual der Matinée gehörte es, wenn Heinz Quermann kurz vor halb eins die Fernsehzuschauer dazu aufforderte, nun die Kartoffeln aufzusetzen.

Die Ausnahme

Einmal übrigens setzte Moderatorin Margot Eber aus: Ihren Part übernahmen 1984 das Gesangs-Duo Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler. Auch sie waren in den 1980er-Jahren Stammgäste in der Sendung.

Als der Deutsche Fernsehfunk 1991 seinen Betrieb einstellte, kam nach 34 Jahren auch das Aus für "Zwischen Frühstück und Gänsebraten".

(voq)

Dieses Thema im Programm: MDR Zeitreise | 14. Juni 2020 | 22:25 Uhr