Chronik 1945 Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges

Die Chronik der letzten Kriegsmonate zeigt besondere Etappen bis zur Kapitulation im Mai 1945 auf: Zahlreiche Bombenangriffe auf Städte in Mitteldeutschland, die Befreiung der Konzentrationslager, die letzten Schlachten.

Magdeburg Breiter Weg (Nachkrieg, 1946)
Das zerstörte Magdeburg 1946. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg

Januar

B-17 Flying Fortress werfen Bomben ab
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14./15. Januar

14./15. Januar

Bei einem schweren Bombenangriff in der Nacht werden die Leunawerke nahezu vollständig zerstört. Auch Merseburg ist betroffen. Es gibt keine Toten.

Blick auf das im 2. Weltkrieg stark zerstörte Industriegebiet von Magdeburg.
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16. Januar

16. Januar

Beim schwersten Bombenangriff auf Magdeburg werfen 5.000 britische und US-amerikanische Bomber 12.500 Tonnen Spreng- und Brandbomben ab. 60 Prozent der gesamten Bausubstanz und fast die ganze Innenstadt werden zerstört.

Ruinen von Bürgerhäusern und Trümmerberge am Marktplatz in der Altstadt von Warschau, aufgenommen 1945.
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17. Januar

17. Januar

Warschau wird befreit. Mit Hilfe der Sowjetunion kann die polnische Armee die deutschen Truppenverbände zum Rückzug aus der polnischen Hauptstadt zwingen.

Befreiung KZ Auschwitz, 27. Januar 1945 - befreite Kinder
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27. Januar

27. Januar

Am 27. Januar 1945 befreit die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz. In den Jahren 1940 bis 1945 werden mehr als eine Millionen Juden, 140.000 Polen, 20.000 Sinti und Roma deportiert.

KDF Schiff "Wilhelm Gustloff" in Hafennähe.
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30. Januar

30. Januar

Das deutsche Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" sinkt. Es ist auf dem Weg von Gotenhafen nach Kiel, als es von drei sowjetischen Torpedos getroffen wird. Um 21:16 Uhr schlägt der Erste ein. 9.343 Menschen sterben.

Februar

Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin
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4. bis 11. Februar

4. bis 11. Februar

Auf der Konferenz von Jalta wird sich über das militärisch-politische Vorgehen in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs verständigt. Anwesend sind Josef Stalin, Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill.

Eine Frau geht in einer Straße in Dresden an Häusern vorbei, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch Ruinen geblieben sind
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13./14. Februar

13./14. Februar

In der Nacht zum 14. Februar und am folgenden Tag zerstören die Bomben der britischen und US-amerikanischen Luftwaffe das Zentrum Dresdens. Von den Renaissance- und Barockbauten bleiben nur verbrannte Trümmer übrig.

März

Bomberstaffel über Chemnitz, vermutlich sechster Februar Neunzehnhundertfünfundvierzig.
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5. März

5. März

Bei den schwersten Bombenangriffen auf Chemnitz werden 800 Tonnen Luftminen, 859 Tonnen Brand- und 1.112 Tonnen Sprengbomben abgeworfen. 75 Prozent der Stadtfläche mit 42.000 Wohnungen werden zerstört.

US-Truppen erreichen im März 1945 Rheinbrücke bei Remagen
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10. März

10. März

Bis zum 10. März besetzen Briten und US-Amerikaner das ganze westliche Rheinufer. Drei Tage zuvor hatten US-Truppen, die "Ludendorff-Brücke" bei Remagen eingenommen und einen Brückkenkopf am östlichen Ufer gebildet.

Soldaten im zweiten Weltkrieg am Ufer eines Flusses.
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23. März

23. März

Ab 23. März stoßen britische und US-Truppen bei Wesel über den Niederrhein. Am 1. April vereinigen sie sich bei Lippstadt mit den von Remagen kommenden US-Verbänden. Im "Ruhrkessel" sitzen 300.000 deutsche Soldaten fest.

April

Ein US-Soldat steht im April 1945 in Eisenach vor der Statue des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach.
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1. April

1. April

Am 1. April erreichen US-Truppen mit Creuzburg bei Eisenach erstmals eine Stadt in Thüringen. Am 4. April ziehen US-Soldaten auch in Gotha und Mühlhausen ein. Um Eisenach selbst wird noch bis zum 6. April gekämpft.

US-Soldaten und Sherman-Panzer im Kampf um ein Dorf in Deutschland
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7. April

7. April

In Struth im Eichsfeld kommt es zu den schwersten Kämpfen auf thüringischem Boden. In der Schlacht zwischen Einheiten der 11. deutschen Armee und US-Truppen werden 250 Deutsche und 50 US-Soldaten getötet.

Einwohner von Gardelegen heben Gräber für Opfer von Isenschnibbe-Massaker aus.
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13. April

13. April

Angehörige von NSDAP, SS, SA und Luftwaffe ermorden in der Isenschnibber Feldscheune bei Gardelegen über 1.000 KZ-Häftlinge. Sie waren zuvor in Todesmärschen aus mehreren KZ-Lagern dorthin getrieben worden.

Martin B26 Marauder Bomber der US Air Force
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16. April

16. April

Bei einem schweren US-Bomberangriff und anschließendem tagelangen Artillerie- und Tieffliegerbeschuss wird das anhaltische Zerbst zu 80 Prozent zerstört. Die Bomber für den Angriff waren in Belgien gestartet.

Begrüßungsschild der 69 US Infanterie Division in Leipzig 1945
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18. April

18. April

Einheiten der 69. US-Infanderiedivision ziehen erstmals in Leipzig ein. Bei Kämpfen werden bis zum 20. April etwa 200 deutsche Soldaten, Volkssturmmänner und Hitlerjungen sowie 20 US-Soldaten getötet.

Kriegsgräberfriedhof Göda Zahlreiche Kreuze stehen auf dem Friedhof für gefallene Soldaten im zweiten Weltkrieg in Göda bei Bautzen.
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21. April

21. April

In der Schlacht um Bautzen treffen vom 21. bis 26. April zehntausende deutsche, polnische und sowjetische Soldaten aufeinander. Tausende Soldaten fallen. Es kommt zur letzten großen deutschen Panzeroffensive des Krieges.

Eine der letzten Aufnahmen von Adolf Hitler vom 20. April 1945, seinem Geburtstag, zeigt ihn bei der Auszeichnung von Mitgliedern der Berliner Hitler-Jugend, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Volkssturmeinheiten zusammengefaߟt wurden.
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30. April

30. April

Im Berliner "Führer"-Bunker setzt Adolf Hitler seinem Leben ein Ende. Seine Leiche wird im Garten der Reichskanzlei verbrannt. Die blutigen Kämpfe um Berlin gehen noch bis zum 2. Mai weiter.

Mai

Deutsche Soldaten kommen über zerstörte Elbe-Brücke bei Tangermünde
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6. Mai

6. Mai

Bei Tangermünde gelangen tausende Soldaten der 12. Armee Wenck über einen Behelfssteg entlang der zerstörten Elbebrücke ans westliche Ufer. Dort werden sie von US-Truppen gefangen genommen.

Zweiter Weltkrieg - Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht-Führung am 9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst
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8. Mai

8. Mai

Am 8. Mai um 23:01 tritt die zuvor in Reims unterzeichnete Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft. Am frühen 9. Mai wird sie im sowjetischen Hauptquartier Karlshorst durch Feldmarschall Keitel wiederholt.

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