Chronologie zur Lungenkrankheit Covid-19 Coronavirus Sars-CoV-2 – was Sie jetzt wissen sollten

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird uns noch lange begleiten, vermutlich geht es nie wieder weg. Hier lesen Sie eine Chronologie seit Januar 2020, die aktuellen News aus der Forschung und die Ticker im Überblick.

Professor Albert Bosch von der Universität Barcelona in seinem Büro
Bildrechte: imago images/Xinhua

Chronologie der Ereignisse

Ende Dezember 2019 ist das Coronavirus ein lokales Thema und hat noch nicht mal einen Namen – inzwischen ist es eine Pandemie. Wie weit hat sich das Coronavirus ausgebreitet? Was wird unternommen? Wo steht die Forschung? Hier finden Sie die Chronologie der Ereignisse und die Ticker zum aktuellen Geschehen:

10.07.2020

Symptome auch nach Covid-19-Genesung

Wann haben sich Patientinnen und Patienten wieder von Covid-19 erholt? Kommt drauf an: Zwei aktuelle Studien zeigen, dass auch nach einer Genesung körperliche, neurologische und psychische Symptome auftreten können. Die Studien bestätigen damit etliche frühere Untersuchungen, die bereits auf die Folgerisiken der Krankheit hingewiesen haben.

09.07.2020

Infizierte ohne Symptome für Studie gesucht

Forschende an der Uniklinik Magdeburg suchen sogenannte "Super Controller", also Menschen, die mit Corona infiziert wurden, aber keinerlei Symptome gezeigt haben. Dadurch soll eine sehr gute Immunabwehr besser verstanden werden, die auch für eine Impfung wertvolle Erkenntnisse liefert.

08.07.2020

Neandertaler Schuld am Covid-19-Risiko?

Forschende am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig zeigen in einer Vorabstudie: Ein Stück Erbgut, das an einige Menschen vom Neandertaler weitergegeben wurde, könnte für ein erhöhtes Risiko verantwortlich sein, an Covid-19 schwer zu erkranken. Warum dieser DNA-Schnipsel übrig geblieben ist, ist noch unbekannt.

07.07.2020

Zehnmal schneller zum Testergebis

Damit Corona-Tests zum alltäglichen Werkzeug gegen die Verbreitung des Virus werden, müssen die Tests vor allem schnell und effizient ablaufen. Forschende in Bielefeld haben jetzt ein neues Testgerät erprobt, das ein Ergebnis nicht erst in zwei Stunden, sondern in weigen Minuten liefern soll.

Wissenschaftler appellieren: Aerosolübertragung ernst nehmen

Mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rufen im Fachblatt Clinical Infectious Diseases sowohl Medizinerinnen und Mediziner als auch Behörden wie die WHO dazu auf, die Übertragung von Sars-CoV-2-Viren durch Aerosol in der Luft ernster zu nehmen als bisher. Gerade in geschlossenen Räumen stehen die empfohlenen Schutzmaßnahmen vor diesem Übertragungsweg nicht auf einer Stufe mit Maßnahmen gegen Tröpfchen- oder auch Schmierinfektionen. Unter den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern sind vor allem Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, weniger Forschende aus der Medizin. Um eine mögliche Aerosolübertragung zu verhindern, empfiehlt es sich, geschlossene Räume gut durchzulüften und große Menschenansammlungen zu verhindern.

06.07.2020

Medizinforschung: Herzmittel gegen Coronaviren

Ein Sprühstoß aus der Flasche und Schluss mit der Virenvermehrung? So könnte man die Methode gegen das neuartige Corona-Virus simpel beschreiben, an der eine Berliner Firma forscht. Sie lässt das Medikament bereits testen, allerdings für herzkranke Patienten.

Können Hunde Corona-Infektionen erschnüffeln?

Nicht umsonst heißen Hunde auch "Spürnasen": Sie können Drogen erschnüffeln und Krankheiten wie Krebs. Warum nicht auch Corona? Bundeswehrhunde in der Eifel werden darauf trainiert. Das Forschungsprojekt wird von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover begleitet.

03.07.2020

Dopingmittel EPO könnte gegen Corona helfen

Erythropoietin ist allgemein besser als Dopingmittel Epo bekannt. Eigentlich ist es ein Medikament, das die Bildung neuer roter Blutkörperchen fördert und so die Sauerstoffversorgung verbessert. Nun gibt es Hinweise, dass es sich auch positiv auf den Verlauf einer Covid-19 Erkrankung auswirken könnte. In einem iranischen Krankhaus soll ein Patient mit schweren Covid-19-Symptomen erfolgreich mit Epo behandelt worden sein. Ob sich die Vermutung bewahrheitet, soll nun in Göttingen am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin herausgefunden werden. Das Forschungsteam um Professorin Hannelore Ehrenreich plant eine randomisierte Studie mit 20 bis 40 Patienten, die Erythropoietin neben der Intensivbehandlung verabreicht bekommen sollen. Epo wäre nicht der erste Fall, in dem ein vorhandenes Medikament erfolgreich eingesetzt würde. Bereits Mitte Juni sorgte das Medikament Dexamethason für Hoffnung. Britische Forschende und die Weltgesundheitsorganisation WHO sprechen von einem Durchbruch bei der Behandlung des Virus. In einer ersten Studie von Forschenden der Universitäten Oxford sank die Sterberate bei schwer erkrankten Patienten um ein Drittel.

02.07.2020

Wie lange hält die Immunität gegen Sars-Cov-2?

Wie lange bleibt man nach einer Covid-19 gegen Corona immun? Neue Daten zeigen, dass zumindest die Antikörperzahl nach einer gewissen Zeit wieder zurückgeht. Was das für den Schutz gegen das Virus bedeutet, ist jedoch unklar. Denn auch T-Zellen sind wichtig für die Abwehr der Corona-Krankheit. Ihre Rolle müssen aber weitere Studie noch genauer beleuchten. Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse sehen verschiedene Wissenschaftler jedoch vor allem Probleme mit einem möglichen Immunitätsausweis. Für einen solchen gebe es derzeit keine sichere Grundlage.

01.07.2020

Zirkuliert Corona bereits seit über einem Jahr in Europa

Forscher der Universität Barcelona haben archivierte Abwasserproben aus Sars-Cov-2 untersucht. Dabei haben sie laut ihrer jetzt veröffentlichten Studie Spuren des neuen Coronavirus in Proben entdeckt, die bereits im März 2019 in Barcelona genommen wurden. Sollte dieser Befund richtig sein, würde Corona bereits seit über einem Jahr in Spanien zirkulieren und damit mindestens zehn Monate vor dem ersten offiziell gemeldeten Fall. Allerdings ist die Untersuchung noch nicht begutachtet worden. Andere Wissenschaftler kritisieren die Studie jedoch bereits als wenig sorgfältig und mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse.

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