Sternschnuppenregen Geminiden: Highlight für Sternschnuppenfans

In der Nacht zum 14. Dezember sind bei klarer Sicht die Geminiden zu sehen. Sie sind der stärkste Sternschnuppenregen des Jahres und können von der Dämmerung bis zum Morgengrauen beobachtet werden. Warum das so ist, wo und wie sie am besten zu sehen sind:

Sternenhimmel über einem Fluss - Strom der Geminiden, fotografiert an der Fährstelle in Sandau mit Blickrichtung Zellstoffwerk.
Bildrechte: David Heller

Am kommenden, dem dritten Wochenende im Advent kann in den Nächten theoretisch ein besonders schönes Naturschauspiel beobachtet werden: Die Geminiden sind der stärkste Sternschnuppenregen im Jahr. Sie gelten als besonders eindrucksvoll, da sie gelb-weiße Meteore hervorbringen.

In den Nächten zum 14. und 15. Dezember fallen zwischen 30 und 60 Sternschnuppen pro Stunde. In den vergangenen Jahren stieg ihre Zahl teilweise sogar auf 150 bis 200 pro Stunde.

Geminiden: wegen Sturm, Bewölkung und Regen schwer zu beobachten

Wer Sternschnuppen sehen will, muss dieses Jahr aber großes Glück mit dem Wetter haben. Der Deutsche Wetterdienst in Leipzig erwartet für das Wochenende eine rasche Abfolge von Wolken und Schauern. "Das Wetter bewegt sich schnell, die Nächte werden stürmisch mit Windstärken von Beaufort 7", sagt Meteorologe Jens Oehmichen.

Die besten Chancen auf zeitweise klare Sicht erwartet Oehmichen noch für die Nacht auf Sonntag. Auch Berge, etwa im Ostharz oder im nördlichen Thüringer Wald, könnten hilfreich sein, wenn sie Lücken in die Wolkendecke reißen. Sterngucker sollten sich aber der Jahreszeit entsprechend warm anziehen und warme Decken mitnehmen.

Auch der Mond ist ein Problem

Wer Glück und damit klare Sicht auf den Himmel hat, kann die Geminiden bereits nach Einbruch der Dunkelheit beobachten. Ab etwa 20:00 Uhr erschwert dann der Mond die Beobachtung, da er den Himmel aufhellt.

Ihren Namen hat der Meteorstrom vom Sternbild Gemini, zu Deutsch "Zwillinge". Dessen zwei wichtigste Sterne sind Castor und Pollux. Nahe Castor liegt die scheinbare Quelle dieser Sternschnuppen. Tatsächlich handelt es sich wie immer um kleine Gesteinsbrocken oder Staubkörner, die aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre fallen. Die herabfallenden Felsen heißen Meteoriten. Bei ihrem Fall reiben sie an der Luft und verglühen meistens. Durch die Reibung bringen sie aber auch die Luft selbst zum Leuchten. Den leuchtenden Luftkanal nennt man Meteor.

Geminiden stammen von bereits erloschenem Kometen (3200) Phaeton

Mutterkörper der Geminiden ist der Asteroid (3200) Phaeton. Er hat im Vergleich zu den Geminiden eine relativ kleine Masse. Bei seiner fast eineinhalb Jahre dauernden Reise um die Sonne verliert er kaum noch Material. Deshalb gilt er als "erloschener" Komet. Forscher vermuten, dass er bereits in der Vergangenheit auseinandergebrochen ist, was den relativ starken Strom der Geminiden erklären könnte.