Abschussantrag Ohrdrufer Wölfin soll getötet werden

Im Ilm-Kreis und im angrenzenden Landkreis Gotha sind am Wochenende insgesamt 24 Schafe gerissen worden. Vermutet wird, dass die Wölfin ihren Nachwuchs das Jagen gelehrt hat. Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund kündigt jetzt einen Abschussantrag an.

Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Die Schafskadaver wurden eingesammelt und mit einem Anhänger von den Wiesen transportiert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach wiederholten Angriffen auf Schafe und Ziegen soll die Ohrdrufer Wölfin getötet werden. Das Thüringer Umweltministerium kündigte am Mittwoch an, dafür einen Abschussantrag zu stellen. So ein Antrag ist nötig, weil Wölfe unter besonders strengem Schutz stehen und nur in Ausnahmefällen gejagt werden dürfen.

Es ist weder ein schöner, noch ein einfacher Schritt, aber ein notwendiger.

Anja Siegesmund Thüringer Umweltministerin

Am Wochenende hatten die Ohrdrufer Wölfin und ihr Rudel 24 Schafe im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha gerissen. Das hat laut Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz ein Rissgutachten ergeben. Laut Statistik der Behörde ist dieser Angriff der bislang größte in diesem Jahr.

Über mehrere Kilometer sollen die Kadaver zwischen Mühlberg und Bittstädt gelegen haben, wie Augenzeugen berichten. Vermutet wird, dass die Wölfin ihren Nachwuchs das Jagen gelehrt hat.

Ohrdrufer Wölfin und ihr Rudel reißen 24 Schafe

Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Die Ohrdrufer Wölfin und ihr Rudel haben am Wochenende 24 Schafe im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha gerissen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Die Ohrdrufer Wölfin und ihr Rudel haben am Wochenende 24 Schafe im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha gerissen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Laut Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz hat das ein Rissgutachten ergeben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Tote Schafe liegen auf einem Anhänger.
Laut Statistik der Behörde ist dieser Angriff der bislang größte in diesem Jahr. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Über mehrere Kilometer sollen die Kadaver zwischen Mühlberg und Bittstädt gelegen haben, wie Augenzeugen berichteten.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Vermutet wird, dass die Wölfin ihren Nachwuchs das Jagen gelehrt hat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Kadaver eines Schafes liegt auf einer Wiese.
Bereits Anfang August hatte der Thüringer Bauernverband eine Antrag auf "Entnahme" der Wölfin gestellt. Noch hat das Landesamt nicht darüber entschieden.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Dezember 2019 | 11:00 Uhr

Die wirtschaftlichen Schäden rund um den Standort seien erheblich und drohten anzuwachsen. In diesem Jahr sind demnach in Thüringen bislang mehr als 180 Schafe, Ziegen und andere Nutztiere von einem Wolf getötet worden.

In diesen vergleichsweise hohen Risszahlen sieht Siegesmund eine weitere Grundlage für den Antrag. Über den werden Experten der obersten Naturschutzbehörde des Freistaats entscheiden.

Der Thüringer Bauernverband begrüßte die Entscheidung des Umweltministeriums. Damit komme das Ministerium endlich dem Antrag des Verbands auf Entnahme der Wölfin nach, schrieb der Bauernverband auf Twitter.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Dezember 2019 | 10:00 Uhr

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