"In keinem Fall gewinnbringend" Landesschülervertretung lehnt Durchschnitts-Abi ab

Die Landesschülervertretung Thüringen hat sich gegen ein sogenanntes Durchschnittsabitur ausgesprochen. Den Vorstoß aus Schleswig-Holstein, die Abiturzeugnisse aus den Noten der letzten vier Schuljahre und ohne Prüfungen zu erstellen, lehne man entschieden ab. Er sei überstürzt und "in keinem Fall gewinnbringend", heißt es in einer Mitteilung.

Abiturienten während des Zentralabiturs, 2009.
Die Thüringer Landesschülervertretung hat auf die Bedeutung der Abiturprüfungen hingewiesen (Archivfoto). Bildrechte: IMAGO

Die Situation sei fatal für die Abschlussjahrgänge. Geplante Prüfungen seien auf unbestimmte Zeit verschoben, es herrsche große Ungewissheit. Selma Konrad, die Vorsitzende der Landesschülervertretung Thüringen, sagte, den Betroffenen sei die schwierige Lage durchaus bewusst. Es müsse für sie dennoch eine gewisse Sicherheit geben. Die Abschlussprüfungen seien relevant für die weitere berufliche Laufbahn. So könnten Fristen und Bedingungen auch langfristig festgelegt werden.

Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU) hatte sich am Dienstag für ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen ausgesprochen. Dies stieß zum Teil auf offenen Widerspruch in den anderen Bundesländern. Die Kultusminister der Bundesländer wollen am Mittwoch über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen in der Corona-Krise beraten.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2020, 13:43 Uhr

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