Sport | Finanzen Marketing-Experte: Noch größere Probleme im Schatten des Fußballs

Der Geschäftsführer einer Sportmarketing-Agentur sieht große Probleme auf Teamsportaren abseits des Fußballs zukommen. Denn die Corona-Krise werde beim Mittelstand eine klare Prioritätensetzung erzeugen.

Philipp Weber DHfK 20 gegen Filip Kuzmanovski SCM 18 und Christoph Steinert SCM
Bildrechte: imago images/Eibner

Für Basketball, Eishockey, Handball oder Volleyball ist die Existenzbedrohung angesichts der Corona-Krise nach Meinung des Beratungsexperten Karsten Petry weitaus größer als im Fußball. "Die Clubs in den Profiligen unterhalb des Fußballs sind definitiv in der Existenz bedroht - viel mehr als die des Fußballs. Da sehe ich ein paar Vereine, die nicht überleben werden, sollte alles so bleiben, wie es ist, was ihre finanziellen Verpflichtungen angeht", sagte Petry in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstag).

links: Camilla Weitzel Dresden gegen Georgiana Fales Bacau
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC Bildrechte: imago images/Hentschel

Mittelstand wird Marketing zurückfahren

"Der Mittelstand als Partner der Clubs dieser Ligen leidet unter der Krise am meisten. Bevor dort entlassen wird, werden Marketing- und Sponsoring-Etats zurückgefahren", sagte der Geschäftsführer von "Octagon Deutschland", einer Beratungsfirma für Sportmarketing. Er habe den Glauben daran verloren, dass sich nach der Krise etwas ändert, dass es eine Art Rückbesinnung gibt.

Geht zu viel um Eitelkeiten

V. li.: Hans-Joachim Watzke (Bor. Dortmund) und Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München)
V. li.: Hans-Joachim Watzke (Bor. Dortmund) und Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München) Bildrechte: imago images / Norbert Schmidt

"Es geht nämlich zu sehr um Eitelkeiten, Posten, Positionen. Das sind Charakterzüge, die zu weit verbreitet sind im gesamten Sport-Business, als dass ein gemeinsames solidarisches Rückbesinnen stattfinden kann", meinte Petry und argumentierte: "Wenn die Vereine der Fußball-Bundesliga etwas solidarischer und mit weniger Geld weitermachen, werden sie europäisch erst recht abgehängt, wobei man sich dann fragen müsste, ob das wirklich so schlimm ist oder ein gutes und gesundes Zeichen." Zuletzt allerdings hatten die Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig, Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen einen Beitrag von 20 Millionen Euro für die Bundesliga-Konkurrenz zur Verfügung gestellt.

dpa/cke

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 28. März 2020 | 12:40 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/7ed78f9c-5033-4e3a-b721-c358ab0d4960 was not found on this server.

News zum Thema