Handball | EM-Kader Weber und Semper mit großen EM-Chancen

Philipp Weber und Franz Semper vom SC DHfK Leipzig stehen kurz von einer EM-Teilnahme. Beide haben es auf die 17 Namen umfassende vorläufige Liste des Bundestrainers geschafft. Etwas zittern ist dennoch angesagt, denn einen Spieler muss Christian Prokop vor dem Turnier noch streichen. Enttäuschung herrscht dagegen zunächst bei zwei anderen Leipzigern.

Philipp Weber  Leipzig, 20 , Franz Semper  Leipzig, 3 , Maximilian Janke  Leipzig, 13
Philipp Weber (Nr. 20), Franz Semper Leipzig (3) und Maximilian Janke (13) im Gespräch. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Wie der Deutsche Handball-Bund (DHB) am Freitag mitteilte, stehen die Rückraum-Spieler Philipp Weber und Franz Semper im 17-köpfigen Aufgebot, das ab 2. Januar 2020 die Vorbereitung auf das Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden aufnehmen wird. Bis spätestens einen Tag vor dem EM-Auftakt am 9. Januar gegen die Niederlande muss Bundestrainer Christian Prokop noch einen Spieler streichen. Luca Witzke und Maximilian Janke, die im erweiterten vorläufigen Kader waren, schafften es nicht zur EM, können aber nachnominiert werden.

Einige Ausfälle - Überraschung im Tor

Der ehemalige DHfK-Coach Prokop muss bei den Titelkämpfen im kommenden Januar aber auch auf einige Stammkräfte verzichten. Routinier Steffen Weinhold vom THW Kiel erklärte kurz vor der Bekanntgabe der Namen seinen Verzicht. Er fällt mit einer Fußverletzung ebenso aus wie Fabian Wiede (Schulter-OP), Spielmacher Martin Strobel (Knie), Simon Ernst und Tim Suton (beide Kreuzbandriss). "Das ist eine sehr bittere Nachricht für uns", sagte Prokop. Es breche "ganz starke individuelle Qualität weg, und wir müssen schnell Lösungen finden."

Der frühere Weltmeister-Torhüter Johannes Bitter feiert derweil im Januar eine spektakuläre Rückkehr in die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Er und Andreas Wolf bilden das Torwartgespann. "Für mich gab es kurz vor den Weihnachtstagen schon das erste große Geschenk", so Bitter. Silvio Heinevetter schaut hingegen in die Röhre.

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dpa/sid/red