Handball | 1. Bundesliga SC Magdeburg ringt Spitzenreiter Flensburg nieder

16. Spieltag

Nichts ging: Zur Pause lag der SC Magdeburg gegen Tabellenführer Flensburg klar zurück. Dann schafften die Elbestädter doch noch die kaum noch für möglich gehaltene Wende - und verteidigten damit eine Serie.

Michael Damgaard, SC Magdeburg, bei Torwurf. 2 min
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Handball-Bundesligist SC Magdeburg hat gegen Meister und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt einen wichtigen Sieg eingefahren. Am Ende hieß es nach einer spektakulären Aufholjagd vor 6.600 Zuschauern 26:25 (8:12).

Klarer Rückstand nach schwacher erster Hälfte

Die Partie begann torarm. Die Gastgeber brauchten 6:31 Minuten bis zum ersten Treffer, Flensburg spielte die Angriffe lange aus, blieb aber oft an der SCM-Abwehr hängen (2:2/10.). Magdeburg tat sich schwer, so dass die Gäste nach einigen SCM-Fehlern auf vier Treffer davonzogen (6:10/23.). Der SCM mühte sich, wirkte aber verunsichert, zu ungenau und kam bis zur Pause nicht heran (8:12/30.).

Trainer Bennet Wiegert gibt Anweisungen, gestikuliert mit den Armen.
Trainer Bennet Wiegert blieb in der Pause ruhig und traf damit den Nerv des Teams. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Entscheidung in den Schlusssekunden

Nach der Pause fielen die Tore schneller, aber den Abstand konnte der SCM zunächst nicht entscheidend verkürzen (13:17/37.). Kurzzeitig verkürzte Grün-Rot auf zwei, aber in Unterzahl ging Flensburg wieder vier Treffer weg (16:20/43.). Einen 5:1-Lauf nutzte der SCM dann doch noch zum Ausgleich (22:22/52.), die Partie war wieder offen. Die Gastgeber gingen durch den glänzenden Damgaard (53.) erstmals in Führung, kurz vor Schluss hieß es dann sogar 25:23, doch Flensburg glich erneut aus (25:25/59.). Tim Hornke verwandelte den entscheidenden Siebenmeter zum Endstand, Göran Sögard warf vier Sekunden vor Schluss übers Tor und vergab damit die Chance auf wenigstens noch einen Punkt für die Gäste, die damit seit 2011 ohne Sieg in der GETEC-Arena sind. Hornke sagte bei "sky": "‚Es war schon verrückt, wir spielen unterirdisch in der ersten Halbzeit, aber liegen mit 'nur" vier Toren zurück. Wir haben uns gesagt, dass noch nichts verloren ist."

Michael Damgaard, SC Magdeburg, bei Torwurf.
Der Däne Michael Damgaard (Mi.) war mit elf Treffern der überragende Akteur am Donnerstag. Bildrechte: imago images/Christian Schroedte

Beim SCM war Michael Damgaard (11) bester Werfer, für Flensburg traf Lasse Svan (7) am häufigsten. Der SCM klettert damit auf Rang vier, Flensburg hat nun schon acht Minuspunkte und muss befürchten an der Spitze bald von Kiel abgelöst zu werden. Der Rekordmeister hat nur vier Minuspunkte und drei Partien weniger absolviert.

dpa/cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 05. Dezember 2019 | 21:45 Uhr