Handball | WM THC-Trainer Müller: "Wir müssen Siegermentalität einimpfen"

Die deutschen Handballerinnen hatten die große Chance, eine Medaille bei einer WM zu gewinnen. Es endete mit einer Enttäuschung. Wir sprachen mit THC-Meistertrainer Herbert Müller über Gründe, Nachwirkungen und Zukunft.

Trainer Henk Groener spricht in der Auszeit zur Mannschaft
Bildrechte: imago images / wolf-sportfoto

Die deutschen Handballerinnen hatten die große Chance, nach 2007 wieder eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen. Am Ende wurde es nur der achte Platz, was auch noch die verpasste Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio bedeutet. Auch fünf Spielerinnen des Thüringer HC waren für Deutschland bei der WM und werden am Sonntagabend sicher geknickt zurückkehren. THC-Coach Herbert Müller hatte direkt nach der 24:35-Pleite im Spiel um Platz sieben gegen Schweden Kontakt zu seinen Spielerinnen und analysierte im MDR-Gespräch, warum es trotz eines guten Turniers für den DHB-Frauen am Ende nicht gereicht hat und wie er sein Quintett bis zum nächsten Bundesliga-Spiel am 27. Dezember wieder aufrichten will.

Emily Bölk mit Trainer Herbert Müller
Emily Bölk mit Trainer Herbert Müller Bildrechte: imago images / Gerhard König

"Große Chance auf eine Medaille vertan"

Herbert Müller hat sich über die Leistungen der DHB-Frauen gefreut, auch wenn man "die ganz große Chance auf eine Medaille" vertan habe. "Wir hatten die beste Torfrau des Turniers mit Dinah Eckerle, ein sehr gutes Umschaltspiel und haben auch gut über den Kreis gespielt." Als großes Manko machte der Meistertrainer des Thüringer HC aber aus: "Wir müssen es schaffen, unseren Spielerinnen die Siegermentalität einzuimpfen. Den absoluten Willen, die entscheidenden Spiele auch zu gewinnen." Knackpunkt war für Müller die knappe Niederlage gegen Serbien, nachdem das DHB-Team in der Hautrunde bis dahin 5:1 Punkte verbucht hatte. "Das Spiel musst du gewinnen. In solche Spiele musst du mit dem unbedingten Siegwillen reingehen."

Weg des DHB ist richtig  

Man dürfe jetzt nichts in Frage stellen. Der Deutsche Handball-Bund habe mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Henk Groener ein Signal gesetzt. Die Mannschaft sei auf einem guten Weg. "Die Spielerinnen können noch einige Jahren zusammen bleiben, sind jung und ausbaufähig.“

Evgenija Minevskaja, Trainer Henk Groener, Kim Naidzinavicius
Trainer Henk Groener Bildrechte: imago images/wolf-sportfoto

THC-Trainer jetzt als Psychologe gefragt

Für den Klubtrainer Müller gibt es nun eine Menge zu tun: "Ich habe gerade mit Teammanager Maik Schenk telefoniert. Wir müssen etwas im psychischen Bereich tun. Die Spielerinnen kommen geknickt zurück. Unsere Aufgabe besteht darin, sie in zwei Trainingseinheiten wieder auf Linie zu bringen." Bereits am 27. Dezember steht das Spiel gegen die Kurpfalz Bären an, zwei Tage später geht es für den THC gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Dann sollen neben den psychischen Nachwirkungen auch die gesundheitlichen bei Emily Bölk (Knöchel) und Alicia Stolle (Grippe) überstanden sein.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. Dezember 2019 | 17:45 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/42e3522c-cc10-4c56-9a3c-5ead42795a47 was not found on this server.