Handball | 2. Bundesliga HC Elbflorenz beantragt Kurzarbeitergeld: "Geht ums Überleben"

Das Coronavirus hat die Sportwelt in die Krise gestürzt. Wie so viele Vereine steht auch Handball-Zweitligist HC Elbflorenz vor einer ungewissen Zukunft. Um die eigene Existenz zu sichern, haben die Dresdner nun Kurzarbeitergeld beantragt und hoffen auf die Solidarität ihrer Anhänger.

Marek Vanco, Robin Hoffmann (v.li.) und Co. sind derzeit zur Untätigkeit gezwungen. Bildrechte: imago images/Hentsche

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So lautet das Motto aktuell bei vielen deutschen Vereinen. Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken, entschließen sich immer mehr Klubs, Kurzarbeitergeld zu beantragen. So auch die Handballer des HC Elbflorenz.

Denn die momentane Aussetzung der Spielbetriebs in der 1. und 2. Handball-Bundesliga (HBL) stellt die Dresdner vor riesige Probleme. Schließlich sind Zuschauereinnahmen und Sponsorengelder, die aktuell ausbleiben, die tragenden Säulen für die wirtschaftliche Stabilität des Vereins. Um die Krise abzufedern, hat der HCE nun für alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter beim Arbeitsamt Dresden Kurzarbeitergeld beantragt.

Harte finanzielle Einschnitte

Manager Karsten Wöhler, HC Elbflorenz
HCE-Manager Karsten Wöhler Bildrechte: imago images / Hentschel

Manager Karsten Wöhler kommentierte die Entscheidung wie folgt: "Für den HC Elbflorenz geht es ums Überleben. Es ist allen Beteiligten klar, dass es harte finanzielle Einschnitte geben wird", so der Geschäftsführer in einer Pressemitteilung am Mittwoch (25. März). Umso mehr beeindruckte Wöhler die Tatsache, dass "alle Spiele, Trainer und Mitarbeiter der Beantragung zugestimmt haben."

Doch auch die Reaktionen der Sponsoren stimmen Wöhler in diesen schwierigen Zeiten optimistisch: "Ich empfange positive Signale, dass auch in der Zukunft die Sponsoren zum HC Elbflorenz Dresden stehen", erläuterte der 45-Jährige und fügte an: "Sollte der Fall eintreten, die Saison nicht zu Ende spielen zu dürfen, haben uns viele unserer Partner mitgeteilt, uns weiterhin zur Seite zu stehen zu wollen, auch über die Saison hinaus."

Saison soll möglichst zu Ende gespielt werden

Trainer Rico Göde, HC Elbflorenz
HCE-Trainer Rico Göde. Bildrechte: imago images/Hentschel

Wie es mit dem Fortgang der aktuellen Spielzeit in der HBL weitergehen wird, bleibt offen. Der Spielbetrieb in den beiden Profi-Ligen ist bis mindestens Ende April ausgesetzt. Die Geschäftsführer der Erst- und Zweitligaklubs befinden sich derzeit im Austausch über die aktuelle Situation.

Dabei sei es "grundsätzlich nach wie vor der Plan, die Saison noch zu Ende zu spielen, wenn es sowohl verantwortbar gegenüber den Beteiligten als auch spieltechnisch umsetzbar ist", so Wöhler. Zudem wurde eigens die "Arbeitsgruppe Spielbetrieb" mit Vertretern der HBL, des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und der Ländesverbände gegründet, um alle möglichen Szenarien für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs durchzuspielen.

HCE hofft auf Solidarität im Verein

Damit auch weiterhin Bundesligahandball in Dresden stattfinden kann, rief der HC Elbflorenz außerdem zur Solidarität im Verein auf: "Die Situation ist ernst. Wir hoffen auf die Unterstützung unserer Zuschauer". Demnach würde man es begrüßen, wenn die Fans ihre Tickets behalten und von einer Rückerstattung absehen würden.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 27. März 2020 | 14:40 Uhr

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