Handball | 1. Bundesliga Heimstarke Leipziger gewinnen auch gegen Lemgo

10. Spieltag

Der SC DHfK Leipzig hat auch sein sechstes Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Gegen den TBV Lemgo setzte sich die Mannschaft von Trainer Andre Haber am Donnerstagabend mit 34:32 (16:17) durch.

SC DHfK Leipzig - Krzikalla
Lucas Krzikalla setzt zum Wurf an. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Gastgeber geben Vorsprung aus der Hand

SC DHfK Leipzig - Haber
Leipzigs Trainer Andre Haber. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Das Haber-Team fand vor 3.643 Zuschauern gut in die Partie und lag nach einem Treffer von Franz Semper in der 14. Minute mit 10:5 vorn. Die Führung gab den Leipzigern allerdings keine Sicherheit. Peter Johannesson im Lemgoer Tor konnte einige Würfe parieren und sorgte damit für mehr Stabilität im Spiel der Gäste. Der TBV holte den Rückstand auf und ging sogar mit einem knappen 17:16-Vorsprung in die Pause.

Leipzig kämpft sich zurück

Jubel nach einer Glanzparade von Joel Birlehm (Tormann DHfK Leipzig, Rueckennummmer 35) im Handball-Bundesliga-Spiel Leipzig gegen TBV Lemgo Lippe
Jubel nach einer Glanzparade von Joel Birlehm. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten sich die Gäste auf 22:19 (39.) absetzen. Haber reagierte mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte. Die Messestädter kämpften sich zurück und gingen durch Patrick Wiesmach in der 49. Minute (26:25) wieder in Führung. In der spannenden Schlussphase sicherten Kreisläufer Maciej Gebala und Semper, der vier Sekunden vor dem Ende zum 34:32-Endstand traf, den Leipziger Sieg. Gebala war mit sieben Toren auch bester Leipziger Werfer. Für Lemgo erzielte Jonathan Carlsbogard zehn Treffer.

Das sagten die Trainer:

Florian Kehrmann (TBV Lemgo): "Glückwunsch an Leipzig. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten vor dem Spiel noch zwei Verletzte, das hat unseren Kader noch kleiner gemacht. Man hat in dem Spiel heute aber gesehen, was mit viel Leidenschaft möglich ist. Die ersten 15 Minuten liefen, wie Leipzig sich das vorgestellt hat. Nach dem 5:10 haben wir aber zurückgefunden und vor allem die 7:6-Situationen gut lösen können. In der zweiten Halbzeit fehlen uns zwei, drei Situationen, um das Spiel ganz für uns zu drehen. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir haben heute auf Augenhöhe gespielt."

Andre Haber (SC DHfK Leipzg): "Ich habe meine Mannschaft gewarnt, wie gefährlich Lemgo ist. Einige Mannschaften ergeben sich mit einem 5:10-Rückstand. Lemgo nicht. Sie haben sich nicht aufgegeben und das Spiel sogar gedreht. In der zweiten Halbzeit mussten wir dann Comebackqualitäten zeigen. Das kann aber nicht die ganze Saison unser Spielkonzept sein. Hervorheben möchte ich das Kreisläuferspiel und das Tempospiel, das klappt beides schon ganz gut. In der Länderspielpause erholen wir uns jetzt erst einmal. In den nächsten vier Spielen haben wir mit Gegnern zu tun, die zu den Top 6 zählen. Das wird ein hartes Brett. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Pause. Aber wir müssen stabiler werden. Durch die nächsten vier Spiele müssen wir emotional durchgehen."

jmd/dho/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. Oktober 2019 | 21:45 Uhr