Fußball | Regionalliga Lok Leipzig: Wolfgang Wolf hofft noch einmal auf einen Karriere-Höhepunkt

Ob Aufstiegsfrage, Drittliga-Lizenz oder die Neubesetzung des Cheftrainer-Postens: Für den 1. FC Lok Leipzig stehen in den kommenden Wochen wegweisende Entscheidungen an. Wir sprachen im "SpiO"-Talk mit Wolfgang Wolf über die ungewisse Situation.

Wolfgang Wolf
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Nach elf langen Wochen ist Lok Leipzig am Donnerstag (28. Mai) in den Trainingsbetrieb mit Kleingruppen zurückgekehrt. Auch wenn es laut Trainer Wolfgang Wolf "an allen Ecken und Enden fehlt", ist er in Anbracht der einzuhaltenden Hygieneregeln "eigentlich ganz zufrieden." Es sei nun vor allem wichtig, "langsam reinzukommen, um keine Verletzungen zu riskieren", sagte der 62-Jährige im "SpiO"-Talk am Freitag (29. Mai).

Wie entscheidet der NOFV?

Die Wiederaufnahme des Trainings folgte bei den Probstheidaern in weiser Voraussicht. Am 5. Juni will der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) entscheiden, wie es mit der aktuell unterbrochenen Saison in der Regionalliga Nordost weitergeht. Die Zeichen stehen auf Abbruch, die Mehrheit der Klubs plädierte bereits für ein Saisonende bis zum 30. Juni. Sollte die Spielzeit anhand der Quotientenregelung gewertet werden, wäre die "Loksche" Meister und würde in den Playoffs um den Drittliga-Aufstieg kämpfen.

SpiO Talk mit Wolfgang Wolf 17 min
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Sport im Osten Fr 29.05.2020 13:00Uhr 17:25 min

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Für den Verband sei es nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen, meinte Wolf: "So oder so wird es den einen oder anderen Verein negativ treffen." Sollte Lok zum Meister benannt werden, würde man dies "dankend annehmen". Gleichzeitig versteht der ehemalige Bundesliga-Trainer auch den Protest der Liga-Konkurrenz aus Altglienicke und Cottbus.

Duell gegen Verl? "Ein Spiel auf Augenhöhe"

In möglichen Aufsteigsplayoffs würde der Leipziger Traditionsverein auf einen Vertreter der Regionalliga West treffen. Dort steht eine Entscheidung über die Wertung der Saison zwar ebenfalls noch aus, aktuell scheint der SC Verl die besten Karten zu haben. Sollte es zum Aufeinandertreffen mit den Westfalen kommen, erwartet Wolf "ein Spiel auf Augenhöhe".

Für den gebürtigen Pfälzer wäre ein Drittliga-Aufstieg mit Lok noch einmal ein "Höhepunkt" in seiner langen Trainerkarriere. Schließlich kehrt er zum Saisonende auf den Posten des Sportdirektors zurück. Wer seine Nachfolge übernimmt, ist noch unklar. Man sei in guten Gesprächen, lasse sich aber nicht unter Druck setzen, so Wolf. Dem Aufsichtsrat habe er bereits seine Kandidaten genannt. 

Personalplanungen gestalten sich kompliziert

An der nötigen Lizenz für die 3. Liga bastelt Lok aktuell. Am Bruno-Plache-Stadion müssen einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Zudem werde man das benötigte Ausweichstadion "rechtzeitig bekanntgeben", betonte Wolf und schob nach: "Wenn wir die 3. Liga erreichen, werden wir auch in der 3. Liga spielen und die Auflagen erfüllen."

Auch in punkto Personalplanung kommen auf den Sportdirektor und Cheftrainer in Personalunion arbeitsreiche Zeiten zu. Aufgrund der ungewissen Ausgangslage befinde man sich dabei in "einer ganz schwierigen Situation". Bis auf Paul Schinke hat niemand einen Vertrag über den 30. Juni hinaus. Man müsse zudem "zweigleisig planen", sagte Wolf: "Erst einmal gilt, die Spieler, die wir halten wollen, auch zu halten."

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 29. Mai 2020 | 17:45 Uhr

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