Fußball | Regionaliga Nordost Altglienicke-Co Mattuschka: "Wir sind nicht bei der Mathe-Olympiade"

Die Meisterfrage in der Regionalliga Nordost bleibt ein Streitfall. Altglienicke und Cottbus würden rechtliche Mittel prüfen, sollte es keine sportlich faire Entscheidung geben. Beide Vereine sind gegen die Anwendung der Quotientenregel.

Fußballschuhe hängen in einem Tornetz
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Was wäre, wenn? In der Regionalliga Nordost wird es offenbar keine sportliche Entscheidung geben, denn der Meister soll per Quotientenregel ermittelt werden. Somit hätte der 1. FC Lokomotive Leipzig die Nase vorn, was bei der VSG Altglienicke und dem FC Energie Cottbus auf wenig Gegenliebe stößt.

VSG-Co-Trainer Torsten Mattuschka brachte es unmissverständlich zum Ausdruck: "Bei Anwendung der Quotientenregel werden wir rechtliche Mittel prüfen. Das hat nichts mit Sport zu tun. Wir sind nicht bei der Mathe-Olympiade." Energie-Präsident Matthias Auth schlug beim RBB in die gleiche Kerbe und bekräftigte, dass die Lausitzer "keine Entscheidung über den Meister am grünen Tisch wollen". Auch der ehemalige Bundesligist will "rechtliche Schritte prüfen", falls es wirklich soweit kommen sollte.

Torsten Mattuschka (VSG Altglienicke)
Torsten Mattuschka, Co-Trainer bei der VSG Altglienicke. (Archiv) Bildrechte: imago images / Matthias Koch

Cottbus für sportliche Entscheidung offen

Altglienicke führte die Tabelle beim vorläufigen Abbruch der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie an. Der punktgleiche Verfolger aus Probstheida hat jedoch ein Spiel weniger ausgetragen und würde durch die Quotientenregel an der VSG vorbeiziehen. Dahinter folgt der ehemalige Bundesligist Cottbus, der laut Auth für eine sportliche Entscheidung offen ist. Energie ist derzeit auch der einzige Verein, der zumindest schon wieder in Kleingruppen trainieren darf.

VSG: Endspiel gegen Leipzig

Beim Nordostdeutschen Fußball-Verband werden momentan diverse Szenarien diskutiert. Die Quotientenregel ist eine Variante. Eine weitere Option ist ein Viererturnier der aufstiegswilligen Teams aus Altglienicke und Leipzig sowie Energie Cottbus und Hertha BSC II im Erfurter Steigerwaldstadion. "Wir fordern ein Endspiel gegen Leipzig. Wir sind Herbstmeister und Tabellenführer und hätten am letzten Spieltag noch in Leipzig gespielt", sagte Mattuschka. Das Vierer-Turnier hatte sein Verein zuletzt abgelehnt. Zu einem möglichen Aufstieg in die 3. Liga müsste der Nordost-Meister Ende Juni/Anfang Juli noch Relegationsspiele gegen den Sieger der Regionalliga West bestreiten.

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red

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Fr 08.05.2020 19:34Uhr 02:17 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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