Fußball | Regionalliga Lok-Trainer Wolf verrät: "Wir haben ein Ausweichstadion"

Aufstiegsaspirant 1. FC Lok Leipzig ist bei der Suche nach einem Ausweichstadion fündig geworden. Das verriet Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf im MDR-Interview mit Philipp Weiskirch.

Lok Leipzig: Bruno-Plache-Stadion mit Flutlicht
Bildrechte: imago/Beautiful Sports

Auf Einzelheiten wollte Wolf trotz Nachfrage jedoch nicht eingehen. "Nein, die Details sage ich noch nicht", lachte er. Sollte Lok Leipzig der Aufstieg in die 3. Liga gelingen, müsste sich der Verein wohl nach einer Interims-Spielstätte umsehen. Hintergrund sind diverse Mängel am Bruno-Plache-Stadion, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Zuge des Lizenzierungsantrags der Probstheidaer festgestellt hatte. Neben einer drittligatauglichen Flutlichtanlage fehlt beispielsweise eine Rasenheizung. Zudem gibt es zu wenige Sitzplätze. Parallel sollen die "baulichen Maßnahmen an unserem Stadion" vorangetrieben werden, erklärte Wolf.

Solidarität in der 3. Liga?: "Jeder denkt an sich"

Wolfgang Wolf
Bildrechte: imago images/Steffen Beyer

Der 62-Jährige äußerte sich nicht nur zum derzeitigen Stand seines ambitionierten Vereins, sondern auch zur Situation in der 3. Liga. Dabei sparte Wolf nicht mit Kritik: "Solidarität wird groß geschrieben, aber da hält sich ja keiner dran. Die wollen alle in der 3. Liga bleiben. Jena hat 16 Punkte und überhaupt keine Grundlage drin zu bleiben. Und die wollen auch drin bleiben. Jeder denkt an sich und jeder versucht die Saison für sich schön zu reden und zu retten. Ich glaube, dass die 3. Liga nicht mehr spielt, weil die zu viele Spiele haben (…) Es braucht Entscheidungen, die bindend sind, dass man auch die Saison planen kann. Und das fehlt momentan."

Geisterspiele: Nicht nur Nachteile

Zu den Spielen in der Bundesliga ohne Publikum hat Wolf eine ganz besondere Beziehung. Im Januar 2004 erlebte er das erste Geisterspiel im deutschen Profifußball als Trainer des 1. FC Nürnberg. Die Franken mussten damals bei Alemania Aachen antreten. Wolf sieht in den Partien ohne Zuschauer aber nicht nur Nachteile: "Vor allem hast du als Trainer einen Vorteil, den die Spieler können nicht mehr sagen, ich habe dich nicht gehört, ich habe die Anweisungen nicht mitbekommen. Du musst dich auch zurücknehmen, was du sagst, denn es wird ja alles im Fernsehen übertragen. Es kann ja jeder mitbekommen, was du sagst, was du auch zum Schiedsrichter sagst und auch die Spieler untereinander. Es ist keine einfache Situation und da werden auch mal paar komische Ergebnisse herauskommen."

---
red

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 16. Mai 2020 | 21:40 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/d0d62520-571b-4058-81ac-d94a595e75c0 was not found on this server.