Fußball | Regionalliga Ermittlungsverfahren gegen Petersen eingestellt - Horlitz: "Öffnet Türen für Manipulation"

Nach dem Verdacht der Spielmanipulation in der Partie SV Babelsberg gegen Germania Halberstadt (30.11.2018) durch Andreas Petersen hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg das Ermittlungsverfahren eingestellt. Babelsberger legen aber Beschwerde ein.

Andreas Petersen
Andreas Petersen (Archiv) Bildrechte: imago/foto2press

Wie Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten pnn.de zufolge erklärte, setzt der Tatbestand der Spielmanipulation einen Wettbewerb im Berufssport voraus. Die am Wettbewerb teilnehmenden Sportler müssten überwiegend Sportler sein, "die durch ihre sportliche Betätigung unmittelbar oder mittelbar Einnahmen von erheblichem Umfang haben". Das sei bei den Regionaliga-Kickern nicht der Fall. Vertreter des SV Babelsberg haben Beschwerde eingelegt. SVB-Präsident Archibald Horlitz zufolge öffne das "Türen, künftig in der vierten Liga munter Spiele zu manipulieren."

Vereinsvorsitzender Archibald Horlitz (Babelsberg).
Archibald Horlitz (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Berufungsverfahren beim NOFV ruht

Petersen hatte vor dem Regionalliga-Spiel der Germania beim SV Babelsberg zwei Spieler kontaktiert. Der damalige SVB-Trainer Almedin Civa erklärte, dass Petersen ihnen Geld geboten hätte, damit sie "die Füße hochnehmen". Petersen betonte hingegen, das sei nur ein "Jux" gewesen. Auf juristischer Ebene des zuständigen Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) ruhe das Berufungsverfahren weiterhin, da Petersen nach wie vor gesundheitsbedingt verhandlungsunfähig sei, so der Vorsitzende des Verbandsgerichts Fred Kreitlow auf pnn.de.

mkö

Dieses Thema im Programm: MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio | 04. März 2020 | 18:40 Uhr