Fußball | Regionalliga Training, Kurzarbeit, Saisonfortsetzung: So ist der Stand bei den Regionalligisten

Wie sieht es aktuell bei den Fußball-Regionalligisten aus? Der "Sport im Osten" hat eine Umfrage unter allen mitteldeutschen Vereinen und Energie Cottbus gestartet. Dabei zeigt sich, dass von den befragten Teams bisher nur der ehemalige Bundesligist aus der Lausitz das Training in Kleingruppen wieder aufgenommen hat. Das liegt auch an der Ausnahmegenehmigung für die Sportstätte, die nur die Cottbuser und der VfB Auerbach beantragt haben. Im Vogtland wurde diese aber bisher nicht bewilligt. Große Unterschiede gibt es auch bei der erneut benötigten Vorbereitungszeit. Dort schwanken die Angaben zwischen einer und sechs Wochen, um die Mannschaft wieder fit zu bekommen.

Alfred-Kunze-Sportpark
Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Findet schon Training in kleinen Gruppen statt oder trainiert noch jeder individuell für sich?

Bischofswerdaer FV (Frank Terks, Geschäftsstellenleiter): Gegenwärtig trainiert noch jeder im Wesentlichen individuell für sich.

ZFC Meuselwitz (Hubert Wolf, Präsident): Nein, nur individuelle Übungen.

VfB Auerbach (Volkhardt Kramer, Sportlicher Leiter): Jeder trainiert individuell für sich.

Energie Cottbus (Stefan Scharfenberg-Hecht, Pressesprecher): Der FC Energie hat am 21. April das Training in Kleingruppen wieder aufgenommen.

Germania Halberstadt (Erik Hartmann, Präsident): Nein, unsere Sportanlagen sind auf Grund behördlicher Anweisung gesperrt. Die Spieler halten sich individuell zu Hause fit.

Chemie Leipzig (Frank Kühne, Vorstandsvorsitzender): Es trainiert noch jeder individuell.

Wacker Nordhausen (Michael Liedke, Pressesprecher): Die Spieler haben Trainingspläne bekommen und arbeiten diese weiterhin individuell zu Hause ab.

Lok Leipzig (Martin Mieth, Geschäftsführer): Jeder Spieler trainiert eigenverantwortlich für sich.

Volkhardt Kramer, Manager Vfb Auerbach, steht am Spielfeldrand und schaut.
Auerbachs Manager Volkhardt Kramer. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wurden Ausnahmegenehmigungen für die Nutzung der Sportstätte beantragt?

Bischofswerdaer FV: Alle Sportstätten der Stadtverwaltung sind gesperrt und der Verein hat keine Ausnahmegenehmigung beantragt. Wir könnten die hygienischen Bedingungen nicht umsetzen und damit die Gesundheit unserer Spieler nicht garantieren, das ist aber unsere Maxime.

ZFC Meuselwitz: Nein.

VfB Auerbach: Ja, sie konnten aber aufgrund der behördlichen Anordnungen nicht bewilligt werden.

Energie Cottbus: Ja. Die Ausnahmegenehmigung war Basis für das Training in Kleingruppen.

Germania Halberstadt: Wir werden keine Ausnahmegenehmigung für ein etwaiges Training beantragen. Es ist ganz einfach nicht möglich, den dafür erforderlichen Gesundheitsschutz und Hygieneaufwand im Amateurbereich umzusetzen.

Chemie Leipzig: Es wurde keine Ausnahmegenehmigung für die Sportstätte beantragt.

Wacker Nordhausen: Nein.

Lok Leipzig: Eine Ausnahmegenehmigung wurde bisher nicht beantragt.

Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz und Chef der Firma bluechip Fußball.
Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz. Bildrechte: imago/opokupix

Wurde für Spieler Kurzarbeit beantragt?

Bischofswerdaer FV: Da wir kein Profiverein sind und unsere Spieler im Wesentlichen keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse haben, greift die Kurzarbeitermöglichkeit bei uns leider nicht.

ZFC Meuselwitz: Ja.

VfB Auerbach: Nein.

Energie Cottbus: Ja.

Germania Halberstadt: Für die Spieler, für die Kurzarbeitgeld möglich war, wurde Kurzarbeit beantragt. Allerdings laufen die Kosten für Minijobber weiter.

Chemie Leipzig: Für die Spieler, die einen Vertrag mit dem Verein haben, wurde Kurzarbeit beantragt.

Wacker Nordhausen: Nein.

Lok Leipzig: Für alle Spieler wurde Kurzarbeit beantragt.

Frank Kühne (Vorstandsvoritzender BSG Chemie Leipzig)
Frank Kühne, Vorstandsvoritzender BSG Chemie Leipzig Bildrechte: Picture Point/S. Sonntag

Was denken Sie, wie lange dauert es, bis die Mannschaft wieder wettbewerbsfähig ist?

Bischofswerdaer FV: Um die Mannschaft richtig wettbewerbsfähig zu bekommen, sind aus unserer Sicht vier Wochen Vorbereitung erforderlich, ansonsten würden wir mit unseren Spielern sehr fahrlässig umgehen und würden ein großes Verletzungsrisiko eingehen.

ZFC Meuselwitz: Bei sechs Wochen ohne Training ist nahezu eine komplette Vorbereitung von mindestens vier Wochen nötig.

VfB Auerbach: Eine Woche nach Wiederbeginn des gemeinsamen Trainingsbetriebes.

Energie Cottbus: So lange es keine Aussicht auf einen Wettbewerb gibt, ist es müßig darüber zu sprechen.

Germania Halberstadt: Nach nunmehr fast sieben Wochen Pause benötigt die Mannschaft eigentlich eine komplette Saisonvorbereitung.

Chemie Leipzig: Vier bis sechs Wochen dauert es bis die Mannschaft wieder wettbewerbsfähig ist.

Wacker Nordhausen: Nach Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining wird es noch mindestens drei Wochen dauern, ehe unsere Mannschaft wieder konkurrenzfähig sein wird.

Lok Leipzig: Zwei bis drei Wochen dauert es mindestens.

Geschäftsführer Martin Mieth Geschäftsführer Lok Leipzig
Martin Mieth, Geschäftsführer Lok Leipzig Bildrechte: imago/Picture Point

---
red

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 30. April 2020 | 17:40 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/d7cfd5dd-2262-49c0-99b7-2bdc17cc2d69 was not found on this server.