Fußball | Regionalliga Chemie-Leipzig-Fans unterstützen ihren Verein mit 185.000 Euro

Unter dem Motto "Das kann doch einen Leutzscher nicht erschüttern" hatte die BSG Chemie Leipzig zu einer Unterstützer-Aktion wegen der Corona-Pandemie aufgerufen. Am Sonntag wurde die Aktion mit einem überragenden Ergebnis beendet.

Unglaubliche 185.000 Euro hat die BSG Chemie Leipzig in ihrer Unterstützer-Aktion "Das kann doch einen Leutzscher nicht erschüttern" in etwas mehr als zwei Wochen gesammelt. Das verkündete der Verein "mit Stolz und der ein oder anderen grün-weißen Freudenträne" am Montag auf seiner Vereins-Homepage. Insgesamt 3.217 Pakete zu unterschiedlichen Preisen haben die Anhänger des Regionalligsten in diesem Zeitraum erworben, um ihren Verein in der durch den Coronavirus verursachten Fußball-Pause und den damit einhergehenden Einnahmeverlusten zu unterstützen. Dazu kamen weitere Spenden und der "Förderverein 64 e.V." rundete schließlich mit einer Zugabe von fast 4.000 Euro auf die finale Summe auf.

Was hier in den letzten Tagen passiert ist, hat uns alle förmlich umgehauen. Chemie lebt mehr denn je.

Frank Kühne Vorstandsvorsitzender BSG Chemie Leipzig

"Bleibt gesund und haltet Abstand"

"Ich bedanken mich bei allen, die zu diesem grandiosen Ergebnis beigetragen haben. Was hier in den letzten Tagen passiert ist, hat uns alle förmlich umgehauen. Chemie lebt mehr denn je. Ich freue mich darauf, wenn alle Leutzscher wieder gemeinsam im Stadion stehen können. Bis dahin – Bleibt gesund und haltet Abstand", lautete die Dankesbotschaft des Vorstandsvorsitzenden Frank Kühne an die Unterstützer.

Bury hofft auf Überleben der Vereine

Am Montagmorgen hatte BSG-Führungsspieler Alexander Bury die Unterstützung der Fans bereits im "SpiO"-Talk gelobt: "Ich habe mir schon fast gedacht, dass die Chemiker total ausrasten, aber das ist schon krass und ein bisschen utopisch, auch wie schnell das ging". Was das Weiterspielen der Saison anbetrifft, äußerte sich der 28-Jährige vorsichtig. Er glaubt aber, dass es das "Gerechteste und Gesündeste wäre, die Liga abzubrechen". Verlierer oder Benachteiligte werde es so oder so geben. Für ihn ist die Hauptsache, dass es die Vereine überstehen. Bei seiner BSG braucht er sich nach der erfolgreichen Aktion zunächst einmal keine Sorgen machen.

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Alexander Bury im Videointerview 1 min
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Mo 06.04.2020 11:37Uhr 00:31 min

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Moderatorin und Alexander Bury 1 min
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Mo 06.04.2020 11:36Uhr 00:41 min

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Leeres Stadion 9 min
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Sport im Osten So 05.04.2020 15:30Uhr 09:11 min

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red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. April 2020 | 15:30 Uhr

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