Fußball | Landespokal Thüringer Lösung als Vorbild für Deutschland?

Nach dem Rückzug von Rot-Weiß Erfurt hat sich der Thüringer Fußball-Verband (TFV) für eine sportliche Lösung für das Halbfinale im Thüringen-Pokal entschieden. Tatsächlich ist dieser Fall noch bei keinem Landesverband geregelt. Die Thüringer könnten so zum Vorreiter werden.

TFV-Pokal
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Der TFV hatte das Halbfinale nach dem Aus von Rot-Weiß Erfurt am Sonnabend live bei "Sport im Osten" ausgelost. Dabei wurde der SV Ehrenhain, der für RWE nachgerückt war, dem FSV Martinroda zugelost.

Lösung wird bis Juni geprüft

Wie der TFV-Spielausschussvorsitzende Sven Wenzel nun gegenüber "sport-im-osten.de" erklärte, sei Thüringen dabei Vorreiter für ganz Deutschland. "Einen solchen Fall hat es in einem fortgeschrittenen Stadium des Landespokals noch nie gegeben", sagte Wenzel am Montag (03.02.2020).

Zufälligerweise war der Thüringer am Freitag bei der Tagung der DFB-Spielorts-Verantwortlichen auf seine Kollegen aus den anderen Landesverbänden getroffen. In der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main präsentierte Wenzel die Thüringer Lösung seinen Kollegen, die diese nun prüfen wollen. Beim TFV-Verbandstagung im Juni soll eine Entscheidung getroffen werden.

Ehrenhainer Antrag hatte vorgelegen

Wenzel betonte, dass das Votum des TFV vor allem sportliche Gründe gehabt habe. Das Finale im Thüringenpokal sei zu herausragend, als dass ein Team es durch ein Freilos im Halbfinale hätte erreichen sollen. Zudem habe ein Antrag des SV Ehrenhain auf das Nachrücken für Erfurt vorgelegen.

Zu dem Fall, dass auch noch der ebenfalls insolvente FSV Wacker Nordhausen zurückziehen sollte, wollte sich Wenzel nicht äußern. "Wir gehen derzeit davon aus, dass Wacker das Halbfinale spielen kann", sagte er.

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 03. Februar 2020 | 17:45 Uhr

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