Fußball | Champions League Sabitzer schießt RB ins Viertelfinale

Achtelfinal-Rückspiel

RB Leipzig ist erstmals in seiner noch jungen Geschichte in das Viertelfinale der Champions League eingezogen. Im Achtelfinale eliminierte die Nagelsmann-Elf dank eines frühen Doppelpacks Vorjahresfinalist Tottenham.

Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig) trifft zum 1:0 und jubelt.
Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

RB Leipzig hat sich mit einem 3:0-Heimsieg gegen Tottenham Hotspur ins Viertelfinale der Champions League vorgearbeitet. Echte Probleme hatten die Leipziger gegen personell arg geschwächte Gäste nicht wirklich. 

Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel vor drei Wochen war das Team von Trainer Julian Nagelsmann mit sichtlich viel Selbstvertrauen ins Spiel gegangen. Leipzig war von Beginn an dominant, stand hinten fast durchweg sicher - und hatte Marcel Sabitzer in seinen Reihen: Der 25-jährige Österreicher traf aus 20 Metern zur frühen 1:0-Führung und sorgte nur elf Minuten später mit einem spektakulären Kopfball für die Vorentscheidung. Der erst in der 86. Minute eingewechselte Emil Forsberg machte am Ende aus zehn Metern das 3:0. 

Tottenham spielte trotz vieler Verletzter vor allem in der ersten Halbzeit munter mit. Gegen die Abwehr um "Betonblock" Dayot Upamecano war aber kaum ein Durchkommen. Und wenn sich Leipzig doch mal Patzer erlaubte, bügelte der schnelle Lukas Klostermann alles wieder aus. Tottenhams beste Chance hatte Lo Celso in der 43. Minute nach einer Unaufmerksamkeit, aber da war dann Peter Gulacsi mit einer starken Parade zur Stelle. 

Tor füŸr RB Leipzig. Emil Forsberg (10, RB Leipzig) trifft zum 3:0 gegen Goalkeeper Hugo Lloris (1, Tottenham).
Emil Forsberg besorgt das 3:0 Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Stimmen zum Spiel

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Wir sind verdient weitergekommen. Die ersten Minuten hatten wir Probleme, ins Spiel gekommen. Aber das war nichts Dramatisches. Danach hatten wir eine gute Kontrolle über das Spiel und Chancen herausgespielt. Tottenham hat etwas höher gepresst als im Hinspiel. Aber wir haben in der ersten Halbzeit nur eine Chance zugelassen. Ich finde, dass wir in London in der ersten Halbzeit noch besser gespielt haben als heute. 

Nach den Auftritten in Europa und Champions League mit Hoffenheim hatte ich schon einen kleinen Knacks. Mit diesen kläglichen drei Punkten. Ab und zu schaue ich auf meinen Punkteschnitt, der in der Bundesliga ansehnlich ist. International war ich in den letzten zwei Jahren der unerfolgreichste Trainer. Darum bin ich ganz froh, dass sich das jetzt bei Transfermarkt etwas angenehmer liest. 

Nordi Mukiele hatte durch den Ball am Kopf etwas Blut im Mund, ihm war auch etwas schummrig. Die erste Rückmeldung aus dem Krankenhaus ist, dass es wohl nicht so schlimm ist. Es gibt jedenfalls keine Verletzung an der Halswirbelsäule, auch nichts am Kopf. Er weiß auch, dass wir gewonnen haben."

Trainer Julian Nagelsmann  (Leipzig)
Julian Nagelsmann Bildrechte: Karina Hessland-Wissel


José Mourinho (Tottenham): "Zuerst möchte unseren Fans danken, dass sie gekommen sind. Trotz der schwierigen Situation in Europa. Um unser Team zu unterstützen. Das bessere Team hat gewonnen. Sie waren einfach stark. Leipzig mit einer Auswechselbank voller Qualität. Gegen eine Mannschaft, die Probleme hat. Es ist eine schwierige Situation für uns. Gestern war ich noch optimistisch, so muss das auch sein. Die Realität ist aber eine andere Geschichte. Leipzig ist verdient ins Viertelfinale gekommen. Aber stellen Sie sich mal heute Leipzig ohne Schick oder Werner vor. Ob sie es dann so geschafft hätten? Jede Mannschaft würde straucheln, wenn fünf oder sechs wichtige Spieler fehlen. Alle Spieler auf Leipzigs Auswechselbank hätten heute für mich gespielt."

Trainer Jose Mourinho, Tottenham Hotspur
José Mourinho Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. März 2020 | 19:30 Uhr

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