Fußball | DFB-Pokal Nagelsmann reagiert mit Sarkasmus auf Pokal-Aus

Niederlagen wurmen immer. Es gibt Trainer, die verfallen in Floskeln und es gibt Trainer, die reden frei von der Leber. So einer ist Julian Nagelsmann, der mit einer gehörigen Portion Sarkasmus auf die Niederlage und Nachfragen reagierte.

Trainer Julian Nagelsmann im Interview 2 min
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Di 04.02.2020 23:06Uhr 01:47 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-379702.html

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"Wir sind ausgeschieden. Was soll das bedeuten? Auf jeden Fall fahren wir nicht nach München und singen 'Wir fahren nach Berlin' - so viel kann ich Ihnen verraten", sagte ein sichtlich angefressener Julian Nagelsmann, als ihn ein Journalist nach den Folgen der 1:3-Niederlage im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt fragte. Der RB-Trainer, der "seine Fresse manchmal nicht halten kann" (O-Ton Nagelsmann am 30.01.), kaschierte seine schlechte Laune nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge mit viel Sarkasmus.

"Ergebnisse stimmen nicht"

Seine Mannschaft habe kein Formtief, lediglich die Ergebnisse stimmen nicht, sagte Nagelsmann im ARD-Interview schmallippig. Nach der ersten vergebenen Titelchance haderte Nagelsmann vor allem mit der mangelnden Chancenausbeute. "In der Hinrunde haben wir aus all diesen Situationen zumindest mal ein Tor erzielt", betonte Nagelsmann nach der zweiten Niederlage binnen elf Tagen in Frankfurt. Die überraschenden Startelfveränderungen - Top-Torjäger Timo Werner – saß lange nur auf der Bank, verteidigte er mit dem "Überraschungsargument".

Sechster Rückstand in Folge

Doch sein Plan, vorne auf Yussuf Poulsen und Patrik Schick zu setzen, ging nicht auf. Schick vergab früh gegen Kevin Trapp eine Großchance zur Führung. Und Frankfurt bekam mit dem ersten Angriff in den 16er einen Elfmeter. Ein Leipziger Rückstand wird langsam zur Routine. Es war schon das sechste Spiel in Folge, indem der Bundesliga-Zweite ein frühes Gegentor verkraften musste. Doch diesmal ließen die Leipziger Comeback-Qualitäten vermissen.

Timo Werner und Julian Nagelsmann
Timo Werner saß erst zum zweiten Mal unter Trainer Julian Nagelsmann auf der Bank. Nach einer Stunde wurde er eingewechselt. Bildrechte: imago images / ActionPictures

Viel Positives nehme er im Hinblick auf das Spitzenspiel am Sonntag (18.00 Uhr, Live-Ticker) beim FC Bayern München nicht mit. "Wenn man verliert und im Pokal ausscheidet, braucht man nichts Positives mitnehmen", sagte Nagelsmann angesäuert.

Auch in punkto Leidenschaft und Einstellung lag der Vorteil klar bei den Hessen: "Bei Frankfurt habe ich extrem viel Leidenschaft gesehen, bei uns war es in Ordnung", so Nagelsmann, der ausgerechnet vor dem ersten Spiel in Frankfurt vor elf Tagen das "Emotionalitätsniveau" gepredigt hat. "Nicht zu viel an Inhaltliches denken, an die Taktik. Sondern wir brauchen Bereitschaft und die Gier, eklig zu sein, zu kratzen und zu beißen", hatte er gesagt. Es scheint nicht bei allen angekommen zu sein.

Das Bild zeigt eine Szene aus dem DFB-Pokalspiel Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig. 1 min
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Krösche: Bayern ist kein Endspiel

Sportdirektor Markus Krösche nahm derweil vor dem Spitzenspiel gegen Bayern München den Druck von den Profis. "Bayern ist kein Endspiel. Wir wollen nach München fahren, um dort zu gewinnen. Dafür müssen wir über 90 Minuten unsere Art und Weise des Fußballs auf den Platz bringen", sagte Krösche am Mittwoch. Er räumte aber auch offen ein, dass RB derzeit Probleme hat und "zu viele individuelle Fehler" produziere.

Yussuf Poulsen im Interview 2 min
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Di 04.02.2020 22:55Uhr 01:54 min

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sst/sid/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. Februar 2020 | 21:45 Uhr

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Das Spiel in Bildern

Aufstellung der Mannschaften.
RB Leipzig begann in der Abwehr mit Neuzugang Angelino und vorn mit dem Duo Yussuf Poulsen/Patrik Schick. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Aufstellung der Mannschaften.
RB Leipzig begann in der Abwehr mit Neuzugang Angelino und vorn mit dem Duo Yussuf Poulsen/Patrik Schick. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Gelbe Karte für Marcel Halstenberg
Handspiel durch Nationalspieler Halstenberg. Videoschiri Dankert in Köln hatte es gesehen. Bildrechte: imago images/HMB-Media
Im Bild: Schiedsrichter Dr. Felix Brych vergewissert sich am Monitor.
Schiedsrichter Felix Brych schaute sich die Szene selbst noch mal an - und entschied auf Strafstoß. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Im Bild v.l.: David Abraham (19, Frankfurt) , Konrad Laimer (27, RB Leipzig) und Torwart Kevin Trapp (1, Frankfurt).
Laimer hatte in der 61. Minute das 1:2 auf dem Fuß Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Timo Werner verpasst Torchance.
Timo Werner wurde spät eingewechselt und hatte die Chance zum 2:2. Bildrechte: imago images/ActionPictures
Im Bild: Angelino (3, RB Leipzig), am Ball.
Angelino war sehr aktiv auf seiner linken Seite, hatte ein paar gute Vorstöße und machte ein gutes Spiel. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Im Bild: Tor für Frankfurt. Andre Silva (33, Frankfurt)  verwandelt einen Elfmeter gegen Torwart Yvon Mvogo (28, RB Leipzig).
Andre Silva verwandelte den Elfmeter sicher. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Im Bild v.l.: Djibril Sow (8, Frankfurt), Almamy Toure (18, Frankfurt)  und Patrick Schick (21, RB Leipzig).
RB hatte in der ersten Halbzeit vier gute Chancen - eine davon vergab Patrik Schick. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
v.l. Tor zum 2:0 für Frankfurt. Dayot Upamecano (RB Leipzig) und Torschütze Filip Kostic (Eintracht Frankfurt).
Ein Fehlpass von Upamecano ohne Absicherung nach hinten führte zum 0:2 durch Kostic. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Im Bild v.l.: Dani Olmo (25, RB Leipzig) und Makoto Hasebe (20, Frankfurt).
Dani Olmo machte es dann wieder spannend: Erst flankte er raus zu Angelino, dann schloss er nach dessen Querpass zum 1:2 ab. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Tor. Leipzig hat zum 2:1 Anschluss getroffen. Im Bild v.l.: Torwart Kevin Trapp (1, Frankfurt), Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) und Torschütze Dani Olmo (25, RB Leipzig).
Mehr als dieses eine Tor gelang den Leipzigern nicht. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Eintracht Frankfurt mit dem Tor zum 3:1.
In der Nachspielzeit machte Kostic alles klar. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
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Aufstellung der Mannschaften.
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