Fuißball | 3. Liga Zwist um den Abbruch-Antrag des Sächsischen Fußballverbandes

Am Montag wird beim DFB-Bundestag auch über einen Antrag auf Abbruch der 3. Liga verhandelt. Unterzeichnet auch vom Sächsischen Fußballverband. Das sorgt für Ärger, der Chemnitzer FC sieht sich getäuscht. In Zwickau sieht man die Sache etwas anders.

3. Liga - Geisterspiele oder Saisonabbruch
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Vor dem DFB-Bundestag am Montag (25.05.2020) gibt es rund um den Antrag der Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt Irritationen. Der Chemnitzer FC fühlt sich getäuscht, beim FSV Zwickau und dem Sächsischen Fußballverband (SFV) geht man davon aus, die Himmelblauen hätten den Antrag zum Saisonabbruch der 3. Liga sozusagen stillschweigend zur Kenntnis genommen.

Verschiedene Interpretationen

"Ich habe mit Frau Polster (Anm. Red.: Vorstandsvorsitzende des CFC) telefoniert, ob sich der Chemnitzer FC nicht der Stimme enthalten könnte. Man sagte, dass der Antrag nicht weiter kommentiert werde", erklärte Zwickaus Vorstandschef Tobias Leege im "SpiO"-Talk. Danach gingen der Landesverband und der FSV Zwickau davon aus, dass der Chemnitzer FC nichts gegen die Einreichung beim DFB-Bundestag hat. Romy Polster kann dieser Argumentation nicht folgen. "Wir wussten nicht, dass dieser Antrag doch gestellt wird. Wir wollten das immer nicht kommentieren, haben aber klar gesagt, dass wir so einen Antrag nicht unterstützen", sagte Polster "Sport im Osten".

Der DFB habe irritiert reagiert, weil der Antrag suggeriere, er sei auch im Namen des Chemnitzer FC gestellt worden. "Wir sind natürlich verärgert, es gehört sich einfach, dass man sagt, wir stellen den Antrag trotzdem. Als übergeordneter Verband sollte der Sächsische Fußball-Verband die Interessen aller sächsischen Vereine berücksichtigen." In der "Bild am Sonntag" hatte auch der CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon am Sonntag (24.05.2020) scharfe Kritik an den Präsidenten des SFV, Hermann Winkler, geäußert. Der Verband sei dem CFC "in den Rücken gefallen", nachdem zuvor in einer Mail vom Antrag Abstand genommen worden sei. Winkler wehrte sich auf seinem Facebook-Profil. Die Mail sei nur verkürzt und "ohne unsere Argumente"“ wiedergegeben worden.  

Leege: Kaum Chancen für den Antrag

Zwickaus Tobias Leege selbst glaubt nicht, dass der Antrag beim Bundestag eine Chance hat. "Die Liga bietet ein zerrissenes Bild. Die Vorgehensweisen beider Seiten hat sich verschärft. Ich habe meine Zweifel, dass der Antrag so dort eine Chance hat." Ungeachtet der Diskussionen bereitet sich auch der FSV Zwickau im Mannschaftstraining auf das Ostduell kommendes Wochenende gegen Hansa Rostock vor. "Es gab eine weitere Besichtigung des Stadions mit dem Gesundheitsamt und dem Stadionbetreiber, wir müssen nur noch kleine Auflagen erfüllen", sagte Leege und fügte an: "Wenn das Spiel losgeht, fiebert man mit der Mannschaft mit. Es hat ja Derby-Charakter, leider ohne Zuschauer. Ich hoffe auf ein ordentliches Spiel." Die Chemnitzer ihrerseits treten gegen den FC Carl Zeiss Jena an, vermutlich wird diese Partie im Westen ausgetragen.

rei/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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