Fußball | 3. Liga Nichts zu holen für Zwickau in Braunschweig

17. Spieltag

Der FSV Zwickau hat zum Abschluss des 17. Spieltages bei Eintracht Braunschweig mit 1:3 (0:2) verloren. In der ersten Hälfte fand der FSV kaum Zugriff und wachte im zweiten Abschnitt dann zu spät auf. Zudem sahen die Westsachsen bei zwei Gegentoren richtig schlecht aus.

Getreu dem Motto "never change a winning team" vertraute FSV-Coach Joe Enochs der gleichen Startformation, die vor einer Woche das 4:2 gegen Preußen Münster erringen konnte. Eintracht-Trainer Marco Antwerpen nahm gleich vier Veränderungen nach dem 2:1-Sieg gegen den Chemnitzer FC vor.

Und den besseren Start erwischten ganz klar die Hausherren. Bereits nach vier Minuten hatte Nick Proschwitz die große Chance auf die Führung. Nach einem Abschluss von Marcel Bär setzte er den zweiten Ball knapp neben den linken Pfosten. Nur eine Minute später war FSV-Schlussmann Johannes Brinkies mit einer Klasseparade gegen Niko Kijewski zur Stelle. Nach einer Viertelstunde konnte sich Zwickau aus der engen Umklammerung des BTSV lösen und das Spiel offener gestalten. Allerdings waren die Westsachsen in den Abschlüssen zu ungenau oder wurden wie Ronny König nach einer Ecke im letzten Moment am Abschluss gehindert.

Doppelschlag Braunschweig

Gerade in einer Phase als die Partie etwas ruhiger wurde, schlug Braunschweig doppelt zu. Erst konnten sich die Hausherren fast ungestört in die gegnerische Hälfte kombinieren, die Flanke von Proschwitz köpfte der ehemalige Zwickau Marcel Bär aus fünf Metern ins Tor (27.). Nur zwei Minuten später leistete sich Fabio Viteritti einen kapitalen Fehler und spielte den Ball in die Füße von Bär. Der trat beim Torschuss in den Rasen, wodurch er die perfekte Vorlage für Martin Kobylanski produzierte, der ins leere Tor einschob.

Marcel Baer im Abschluss
Marcel Bär mit unfeiwilliger Vorlage zum 2:0. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Die Niedersachsen wollten gleich das nächste Tor nachlegen, doch erst konnte Davy Frick in höchster Not klären (32.), dann traf Mike Feigenspan aus der Drehung auf und nicht in das Tor (33.). Bei den Zwickauern kam etwas Verzweiflung auf, sie versuchten es nun mehrfach erfolglos aus der Distanz (35. Viteritti/38. Schröter).

FSV wacht zu spät auf

Nach dem Seitenwechsel waren erneut die Gastgeber wacher. Kevin Goden verpasste nach toller Vorarbeit von Feigenspan mit einem Kopfball aus Nahdistanz den nächsten Treffer (49.). Kurz danach waren die Zwickauer nach einem Freistoß wieder im Tiefschlaf. Elias Huth versprang der Ball und der heranrauschende Robin Becker hämmerte die Kugel aus fünf Meter in die Maschen (56.). Als es so aussah, als würde Zwickau keine Antwort mehr parat hätten, fiel plötzlich der Ausgleich. Der eingewechselte Gerrit Wegkamp bediente König, der von der Strafraumkante flach ins linke Eck traf (67.). Fünf Minuten später versenkte König den zweiten Ball im Netz, wurde aber korrekterweise wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Robin Becker schießt Tor
Robin Becker rauscht heran und trifft zum 3:0. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Braunschweig nahm weiter das Tempo aus dem Spiel und ließ den Gästen nun etwas mehr Freiheiten. So kam der FSV zu weiteren Abschlüssen. Nach Kopfballvorlage von König scheiterte Wegkamp an BTSV-Keeper Jasmin Fejzic (87.). In der Nachspielzeit rettete Fejzic dann gegen den nach vorn geeilten Zwickauer Innenverteidiger Handke. Durch die Niederlage rutscht der FSV auf Rang zwölf der Tabelle. Eintracht Braunschweig ist punktgleich mit dem Halleschen FC Dritter.

Das sagten die Trainer:

Joe Enochs (Zwickau): "Wir haben die ersten 45 Minuten gar nicht stattgefunden und nicht das gebracht, was uns sonst so stark macht. Wenn man dann 0:3 hinten liegt, wird es natürlich schwierig, noch einmal zurückzukommen. Wir haben die Braunschweiger in der ersten Halbzeit zur 2:0-Führung eingeladen. So kann man hier in Braunschweig nicht bestehen. Wie wir danach reagiert haben und Moral gezeigt haben, war vollkommen in Ordnung. Wir haben nach dem zurückgepfiffenen Tor noch drei weitere Chancen zum Anschluss. Das gibt zumindest Mut für das nächste Spiel. Wenn man aber die ersten 45 Minuten verpennt, wird es gegen jeden Gegner schwer."

Marco Antwerpen (Braunschweig): "Wir sind mit viel Schwung in die Partie reingegangen und hatten in den ersten Minuten bereits drei Hochkaräter. Die Jungs haben die Handbremse gelöst und hatten Bock Fußball zu spielen. In der Schlussphase haben wir uns zu weit zurückfallen lassen und waren nicht mehr so dynamisch. Wenn dann die beiden 'Ochsen' ständig vor unserem Tor auftauchen, wird es natürlich schwer, dass alles zu verteidigen. Da hatten wir noch einmal Probleme. Das hätten wir besser machen sollen."

(Quelle der Stimmen: "Magenta Sport")

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. Dezember 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2019, 22:31 Uhr

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