Fußball | 3. Liga Nach Corona-Fall beim CFC: Halle und Magdeburg erneuern Forderung nach Saisonabbruch

Der Corona-Fall beim Chemnitzer FC erzeugt in Halle und Magdeburg wenig überraschende Reaktionen. Der Ruf nach Saisonabbruch wird immer lauter. Der Ruf nach Saisonabbruch wird immer lauter. Der CFC verschiebt unterdessen den anvisierten Start ins Mannschaftstraining.

Geschäftsführer Mario Kallnik re. und Leiter Lizenzspielerabteilung Maik Franz 1. FC Magdeburg
Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik (rechts). Bildrechte: imago images/Christian Schroedter

Nach dem positiven Coronatest beim Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC haben die Konkurrenten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg ihre Forderungen nach einem Saisonabbruch bekräftigt. Eine Verlängerung der Spielzeit über den Juni hinaus sei "nicht akzeptabel", sagte Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik der "Mitteldeutschen Zeitung". Deshalb benötige es "heute umso mehr eine Entscheidung zum Abbruch der Saison", sagte der 45-Jährige, der vor allem die am 30. Juni auslaufenden Spielerverträge als Problem sieht.

Rauschenbach: "Wenig überrascht"

Halles Präsident Jens Rauschenbach zeigte sich derweil "wenig überrascht, dass die dritte Liga nun auch positiv Getestete aufweist". Dies sei "nach den Berichten aus der ersten und zweiten Bundesliga und trotz des umfangreichen Hygiene-Konzepts durchaus zu erwarten" gewesen, sagte der Klubchef der "MZ".

HFC-Präsident Jens Rauschenbach.
HFC-Präsident Jens Rauschenbach. Bildrechte: imago images/VIADATA

Der positive Test in Chemnitz hatte am Montag in der Debatte um die Fortsetzung der 3. Liga für neuen Wirbel gesorgt. Die Mehrheit der Klubs hat sich allerdings ebenso wie das DFB-Präsidium für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen. Allerdings ist der Widerstand einiger Klubs groß. Fest steht inzwischen, dass der Spielbetrieb nicht am 26. Mai aufgenommen wird.

Kallnik: "Funktioniert nicht"

Es sei indes schon Mitte April zu erkennen gewesen, "dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs mit dem Ziel, die Saison bis zum 30. Juni bei Einhaltung annähernd gleicher Wettbewerbsbedingungen beenden zu müssen, aufgrund der unterschiedlichen Verfügungslagen nicht funktioniert", sagte Kallnik weiter. Auch Halles Sportdirektor Ralf Heskamp warnte: "Die Wettbewerbsverzerrung wird groß sein. Neben Spielern in Quarantäne, die nicht trainieren können, kommen aufgrund des straffen Zeitplans ja noch wesentlich mehr Verletzungen bei Spielern hinzu, die es sonst nicht gegeben hätte."

CFC erst am Mittwoch ins Mannschaftstraining

Unterdessen werden die Profis des Chemnitzer FC frühestens am Mittwoch wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Das bestätigte Vereinssprecher Steffen Wunderlich am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Am Montag hatte der Klub noch mitgeteilt, am Dienstag mit dem Training beginnen zu wollen.

Stadion an der Gellertstrasse
Bildrechte: imago images/Picture Point

"Wir werden erst noch eine weitere Testreihe vornehmen, um sicher zu gehen, dass kein weiterer Spieler oder ein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabes mit dem Corona-Virus infiziert ist", sagte Wunderlich. Am Montag hatte der CFC über einen positiven Corona-Fall innerhalb des Kaders informiert. Der betreffende Spieler sei umgehend in eine 14-tägige häusliche Quarantäne gegangen. Zudem müssen zwei weitere Akteure in Quarantäne, die zwar negativ getestet worden waren, aber in Kontakt zu dem positiven Spieler standen. Das Gesundheitsamt hatte dem Drittligisten dennoch die Erlaubnis erteilt, das Mannschaftstraining wieder aufzunehmen.

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sid/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 19. Mai 2020 | 10:40 Uhr

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