Fußball | 3. Liga DFB macht Druck: Drittligisten sollen bei Abbruch Regressforderungen tragen

In der 3. Liga erheben Funktionäre und Politiker gegenseitig schwere Vorwürfe, ein tiefer Riss spaltet die Liga in die Lager "Pro" und "Kontra". Der geplante Wiederanpfiff am 26. Mai ist angesichts der verhärteten Fronten alles andere als sicher.

3. Liga, Logo der dritthšchsten Spielklasse und ein Fragezeichen. Die FortfŸhrung der laufenden Saison 2019/20 ist wegen der Corona Problematik fraglich.
Bildrechte: Picture Point

Die Zeit läuft und der Ton wird immer schärfer, wenn es um die 3. Liga geht. Bei einem freiwilligen Abbruch will der DFB jetzt womöglich entstehende Schadenersatzforderungen auf die Vereine umlegen. Das teilte der Verband nach der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände am Mittwoch mit.

"In diesem Zuge erwartet die Konferenz der Präsidenten, dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden", hieß es in der Mitteilung.

NOFV, Sachsen und Sachsen-Anhalt stimmen nicht zu

Der Druck auf die Vereine wird also weiter erhöht. Ein Konzept, was nicht alle Präsidenten mittragen. Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes, Bugar, bestätigte dem MDR, dass die Forderungen nicht mit Zustimmung seines Verbandes formuliert wurden. Insbesondere der Landesverband Sachsen (SFV) war mit dem Ergebnis der Konferenz nicht einverstanden. Auch der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) stimmte der Erklärung nicht zu, bestätigte Geschäftsführer Frank Pohl.

Vereine sollen Lösungen anbieten

Konkret fordert der DFB die Klubs zu einem lösungsorientierten Verhalten auf. Gefordert werden jetzt Lösungen - und zwar von denen, die nicht weiterspielen wollen. "Alle Mannschaften, die vehement einen Saisonabbruch verfolgen, müssen endlich Antworten liefern, was ihre konkreten Alternativen sind", so DFB-Vizepräsident Koch. Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre.

Ein Vorschlag mit acht Absteigern nach einer Aufstockung gehört nicht dazu, sagte Koch. Dieses Modell liege auch nicht offiziell vor. Ein ähnliches Konzept unterbreitete dagegen Mario Kallnik am vergangenen Samstag im Interview mit "Sport im Osten". Das sieht vor, in der kommenden Saison mit 25 Teams zu spielen und die Liga perspektivisch auf 22 Teams zu erhöhen. Seiner Aussage zufolge, hat er dieses schriftlich beim Ligaausschluss eingereicht, aber bis zum Wochenende noch keine Reaktion erhalten.

Sachsen

FCM-Geschäftsführer Kallnik im Interview 22 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 09.05.2020 15:51Uhr 21:58 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-407980.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsen

FCM-Geschäftsführer Kallnik im Interview 22 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 09.05.2020 15:51Uhr 21:58 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-407980.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

sst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. Mai 2020 | 17:45 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/23fc95a4-05ae-4618-a249-62f9f57f7629 was not found on this server.