Fußball | 3. Liga Klarheit in der 3. Liga nach dem DFB-Bundestag?

Nach dem vom DFB angeprangerten "unwürdigen Schauspiel" der vergangenen Wochen um die 3. Liga hat der Bundestag entschieden, die Saison fortzusetzen. Der Verband fordert nun Einigkeit in der Umsetzung. Gelingt das?

Fritz Keller auf dem DFB-Bundestag
Fritz Keller auf dem DFB-Bundestag Bildrechte: dpa

DFB-Boss Fritz Keller lächelte nach dem klaren Votum für eine Saison-Fortsetzung in der 3. Liga zufrieden in die Kamera. Trotz des heftigen Widerstandes einiger Vereine blieb die große Revolution beim historischen virtuellen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes aus - nach der Bundesliga und 2. Bundesliga rollt der Ball ab Samstag auch wieder in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Keller: "Fußball in diesem Land retten"

"Wir haben gelebte Demokratie erlebt und Handlungsfähigkeit bewiesen. Ich hoffe, dass alle dieses demokratische Votum akzeptieren", rief Keller am Ende der dreistündigen Sitzung den Delegierten der Landes- und Regionalverbände zu und mahnte: "Ich appelliere an alle: Keine Tricks mehr und keine Verweigerungshaltung. Jetzt gilt es fair zu spielen, um den Fußball in diesem Land zu retten."

Antrag vom SFV und FSA auf Abbruch obsolet

Zuvor waren bei der Zusammenkunft des "Fußball-Parlaments" am Montag (25. Mai) vor allem die Gegner einer Saison-Fortsetzung zurechtgestutzt worden - erst verbal und dann dank einer klaren Stimmenmehrheit. Der Antrag aus Sachsen und Sachsen-Anhalt auf den Abbruch der aktuellen Spielzeit kam danach gar nicht mehr zur Abstimmung, der auf eine künftig zweigleisige 3. Liga hatte keine Chance.

Appell für mehr Geschlossenheit

Mit einer großen Mehrheit votierten die Delegierten für eine Fortsetzung der 3. Liga. Somit steht fest, dass die Saison wie geplant am 30. Mai fortgesetzt wird und die verbleibenden elf Spieltage bis zum 4. Juli in englischen Wochen durchgezogen werden. "Ich würde mir wünschen, dass wir zu Gemeinsamkeit und Geschlossenheit zurückfinden", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

Anwaltspost vom HFC an den DFB

Ein Wunsch, der sich auf absehbare Zeit wohl nicht erfüllen wird. Denn bereits kurz vor dem Bundestag gab es Anwaltspost vom Halleschen FC. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius kündigte eine Prüfung durch die zuständigen Gremien an, ließ aber keinen Zweifel daran, dass am Samstag gespielt werden muss. "Wenn ein Team nicht antritt, wird das Spiel für die gegnerische Mannschaft gewertet", stellte er klar.

SpiO Talk mit Alexander Küpper 33 min
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Sport im Osten Mo 25.05.2020 11:00Uhr 33:23 min

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[ten/dpa]

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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