Fußball | 3. Liga DFB weist Kritik aus Magdeburg und Jena zurück

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Sonnabend (23.05.2020) mit einer Stellungnahme auf den Antrag des 1. FC Magdeburg auf eine Verlegung seiner ersten Spiele nach dem Re-Start reagiert. Die Darstellung des FCM stoße beim DFB wie auch beim zuständigen Labor auf Unverständnis. Auch auf die Vorwürfe aus Jena wird in dem Schreiben eingegangen. Die Magdeburger wehren sich nun gegen die Aussagen des DFB.

Update 26. Mai 2020:

Der 1. FC Magdeburg wehrt sich gegen die Behauptung des DFB, dass die Corona-Tests des FCM zu jedem Zeitpunkt hätten analysiert werden können. Aus einem E-Mail-Verkehr, der "Sport im Osten" vorliegt, geht eindeutig hervor, dass eine Labormitarbeiterin für den besagten Freitag (22. Mai) keine Möglichkeit zur Abholung der Proben sieht. Auf die Anfrage des Magdeburger Hygiene-Beauftragten Dr. Jörg Biastoch, ob eine Abholung der Proben am Freitag um 16 Uhr möglich sei, antwortete die Labormitarbeiterin: "Der Fahrer wird die Proben am Montag um 14 Uhr abholen kommen." Demnach lasse sich "an einem Brückentag kurzfristig keine frühere Abholung organisieren." Grund seien "personellen Ressourcen", die "keine kurzfristigen Sprünge" ermöglichen würden.

Die Originalmeldung vom 23. Mai 2020:

Die Magdeburger suggerierten in ihrer Argumentation für den Antrag auf Spielverlegung, dass im Labor ein Kapazitätenproblem vorlag und der FCM vor diesem Hintergrund nicht die Regeln befolgen könne. Dies sei falsch, erklärte der DFB.

"Missverständliche Kommunikation" des FCM

"Wir bedauern die missverständliche Kommunikation des 1. FC Magdeburg. Das Labor war und ist innerhalb der regulären Betriebszeiten zu jedem Zeitpunkt in der Lage, die Tests zu analysieren. Es gibt keinerlei Kapazitätenproblem", sagte Floran Kainzinger, Berater des DFB für Diagnostik/Tests und gleichzeitig Projektleiter der DFL in diesem Bereich.

Auch einem am Freitag gestellten Magdeburger Antrag auf eine Testung noch am selben Tag wäre das zuständige Labor nachgekommen, wenn der Verein die Proben angeliefert hätte. Laut der DFB-Mitteilung hat Magdeburg daraufhin einen Testtermin für den kommenden Montag vereinbart.

Raphael Obermair und Timo Perthel
Der Jenaer Raphael Obermair (li.) und Magdeburgs Timo Perthel im Zweikampf. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Jenaer Corona-Tests auch im Trainingslager möglich

Dem nun erfolgten Antrag liege außerdem ein Irrtum der Magdeburger zugrunde, der auch schon gegenüber dem FC Carl Zeiss Jena am Donnerstag verdeutlicht werden musste, so der DFB: "Die ersten beiden Testreihen sind keine Voraussetzung für das vorgeschriebene Quarantäne-Trainingslager. Diese Testungen können auch während des Trainingslagers durchgeführt werden. Sie sind einzig die Voraussetzung für den Einstieg ins Mannschaftstraining und in den Spielbetrieb."

Keine Ausnahmegenehmigung der Stadt Jena für FCC und USV

Derweil können Drittligist Jena und Frauen-Bundesligist FF USV Jena von der Stadt nicht auf eine Ausnahmegenehmigung zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs hoffen. Das machte der Leiter des Krisenstabs der Stadt, Benjamin Koppe, nochmals deutlich. Demnach habe das Gesundheitsamt der Stadt analysiert, dass diverse Punkte des DFB-Hygienekonzeptes im Ernst-Abbe-Sportfeld derzeit nicht umsetzbar seien, sagte CDU-Politiker Koppe der "Ostthüringer Zeitung".

Benjamin Koppe
Der Leiter des Jenaer Krisenstabs Benjamin Koppe. Bildrechte: imago images / Christoph Worsch

Die Frage der Fortsetzung der 3. Liga hatte zuletzt für heftige Diskussionen gesorgt. Am Donnerstag hatte der DFB entschieden, dass der Spielbetrieb am letzten Mai-Wochenende wieder aufgenommen werden soll. Insgesamt elf Spieltage stehen noch aus, bis zum 4. Juli sind ausschließlich Englische Wochen geplant.

pm/dpa/cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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