Fußball | 3. Liga "Keine weiteren Verweigerungshaltungen" - DFB appelliert an Abbruch-Befürworter

Im Rahmen seines außerordentlichen Bundestages hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wiederholt mit markigen Worten an die Befürworter eines Saison-Abbruchs gewandt. Der Tenor: Erneute Proteste sind unerwünscht.

DFB-Fahnen wehen beim außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fuߟball-Bundes (DFB) vor der Messe im Wind.
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Seit Montag (25. Mai) ist es offiziell: Die 3. Liga wird ihren Spielbetrieb am Samstag, den 30. Mai, wieder aufnehmen. Dafür stimmten die Delegierten auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag mit deutlicher Mehrheit. Beim Halleschen FC, dem 1. FC Magdeburg, dem FSV Zwickau sowie Carl Zeiss Jena wird die Entscheidung mit Sicherheit keine Freude hervorrufen. Schließlich zählen die vier Klubs allesamt zu den Befürwortern eines Saison-Abbruchs und forcierten einen solchen in den letzten Wochen vehement.

Keller appelliert "nun fair zu spielen"

Grund genug für den DFB sich auf der den Bundestag abschließenden Pressekonferenz noch einmal deutlich zur Haltung der vier mitteldeutschen Drittliga-Vertreter zu äußern. "Man hat gesehen, dass die Moral auch etwas mit den Tabellenplatz zu tun hat. Ich appelliere an alle, nun weiter fair zu spielen und hoffe, dass es keine weiteren Verweigerungshaltungen gibt", sagte DFB-Präsident Fritz Keller.

Auch mögliche juristisch begründete Einwände, wie sie der HFC bereits einreichte, werden die Fortsetzung des Spielbetriebs laut den DFB-Verantwortlichen nicht gefährden. Ein solches Schreiben werde zwar zur Prüfung gegeben, man verfolge aber "den klaren Willen, den Spielbetrieb fortzusetzen", so DFB-Generalsekretär Curtius.

DFB 3 min
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Mo 25.05.2020 17:48Uhr 03:10 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-412566.html

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"Das Risiko abzusteigen, muss man einkalkulieren"

Aus Sicht des FSV Zwickau würde eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs drastische wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen. Darauf angesprochen reagierte Keller verschnupft: "Das Risiko abzusteigen, muss man einkalkulieren. Ich darf eben nur so viel ausgeben, wie ich kann. Wenn ich dann absteige, muss ich die wirtschaftlichen Konsequenzen bedenken."

Dennoch brachte der 63-Jährige auch Verständnis für die Ansicht der Abbruch-Befürworter zum Ausdruck. "Wenn man sich die Tabelle anguckt, wer noch alles absteigen kann, ist die Diskussion nicht verwunderlich". Mit einer derartigen Krise habe man sich beim DFB, genauso wie in der Politik, schwer getan. Man wolle daher "zukünftig versuchen, besser zu kommunizieren."

Auch Koch erneuert Kritik

Bereits zuvor hatte DFB-Vizepräsident Rainer Koch seine Kritik am Vorgehen einiger Drittligisten erneuert. Der DFB werde daher auch künftig "klare Kante" zeigen und ein solch "unwürdiges Schauspiel nicht länger hinnehmen", unterstrich Koch.

[cjs]

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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