Fußball | 2. Bundesliga Harsche Kritik von Aue-Präsident Leonhardt an BVB-Boss Watzke

Keine finanziellen Hilfen von großen für kleine Klubs: Aue-Präsident Helge Leonhardt hat BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ob seiner Aussage scharf kritisiert. Leonhardt fordert stattdessen Solidarität.

Helge Leonhardt
Aue-Präsident Helge Leonhardt. (Archiv) Bildrechte: imago images/Michael Weber

Präsident Helge Leonhardt von Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist mit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hart ins Gericht gegangen. Auslöser war die ablehnende Haltung von Watzke für finanzielle Hilfen von großen für kleine Klubs in der gegenwärtigen Corona-Krise.

"Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", sagte Leonhardt der "Leipziger Volkszeitung" (17.03.2020).  

Watzke: Klubs ohne finanzielle Rücklagen dürfen nicht belohnt werden

Watzke hatte in der ARD-Sportschau am Sonntag betont, dass Vereine auch Wirtschaftsunternehmer und Konkurrenten seien. "Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", erklärte der BVB-Chef. "Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

Hans-Joachim Watzke
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. (Archiv) Bildrechte: imago images/Eibner

Aue will Trainingsbetrieb aufrechterhalten

Derweil will der FC Erzgebirge Aue trotz der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Das bestätigte Geschäftsführer Michael Voigt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Trainingseinheiten werden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Außerdem werden wir die Lage täglich neu bewerten", sagte Voigt. Alle Einrichtungen auf dem Vereinsgelände des Erzgebirgsstadions bleiben für jeglichen Publikumsverkehr geschlossen. Zudem wird auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb aller anderen Abteilungen des Vereins eingestellt. Jegliche Vereins- und Drittveranstaltungen, Stadionführungen und andere öffentliche Auftritte wie Autogrammstunden sind ebenfalls gestrichen.

Aufgrund der Coronavirus-Krise ist der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga bis mindestens zum 2. April unterbrochen. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profi-Clubs am Montag in Frankfurt/Main beschlossen. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

jmd/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 17. März 2020 | 19:30 Uhr

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