Fußball | 2. Bundesliga Engagiertes Dynamo unterliegt dem VfB Stuttgart

29. Spieltag

Dynamo Dresden hat sein erstes Spiel nach dem Restart der 2. Bundesliga verloren. In einem offenen und engagiert geführten Spiel gegen Aufstiegsaspirant VfB Stuttgart unterlagen die Schwarz-Gelben 0:2 (0:1) und standen am Ende mit leeren Hände da. Somit beträgt der Rückstand von Dresden auf den Relegationsplatz bei drei weniger absolvierten Partien sechs Zähler.

Dynamo fand nach fast 90 Tagen Pause überraschend gut ins Spiel, machte viel Druck und kam früh zu Chancen. Godsway Donyoh verpasste aus spitzem Winkel das lange Eck knapp (4.). Das hohe Pressing der Gastgeber ließ Stuttgart kaum zur Entfaltung kommen, die erst nach knapp zehn Minuten in der Partie angekommen waren. Dann aber machten die Schwaben Druck – vor allem über ihre rechte Seite.

VAR entscheidet: Tor statt Abseits

Dynamo nahm etwas Tempo raus und lag nach 20 Minuten im Hintertreffen. Eine Flanke konnte die SGD-Abwehr nicht klären. Hamadi Al Ghaddioui netzt per Drehschuss aus acht Metern ein. Doch zunächst war unklar, ob der Treffer zählen würde. Gonzalo Castro soll vor Dynamo-Schlussmann Kevin Broll im Abseits gestanden haben. Nach Kontrolle durch den Video-Assistenten war klar, dass Patrick Schmidt etwas neben dem Tor noch näher zur Grundlinie stand und damit das Abseits aufhob. Der Treffer zählte (19.).

v.l. Dzenis Burnic SG Dynamo Dresden, Hamadi Al Ghaddioui VfB Stuttgart
Al Ghaddioui zieht ab und trifft zum 0:1. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel

Dynamo versuchte im Anschluss wieder mehr Offensivdrang zu entwickeln, stellte sich dabei aber häufig zu überhastet an oder brachte den letzten Pass nicht ans Ziel. Abgesehen von einem Freistoß von Schmidt aus rund 30 Metern, kam die SGD zu keinem gefährlichen Abschluss mehr in diesem Durchgang.

Dynamo Dresden - VfB Stuttgart in Bildern

Blick in das Rudolf-Harbig-Stadion mit leeren Zuschauerrängen
Ungewohnte (aber nicht ganz neue) Situation in Dresden: Ein Punktspiel vor leeren Rängen im Rudolf-Harbig-Stadion. Bildrechte: IMAGO/dreipass-foto/Kuttner
Blick in das Rudolf-Harbig-Stadion mit leeren Zuschauerrängen
Ungewohnte (aber nicht ganz neue) Situation in Dresden: Ein Punktspiel vor leeren Rängen im Rudolf-Harbig-Stadion. Bildrechte: IMAGO/dreipass-foto/Kuttner
v.l. Dzenis Burnic SG Dynamo Dresden, Hamadi Al Ghaddioui VfB Stuttgart
In der 19. Minute dann der Treffer: Al Ghaddioui zieht aus acht Metern ab und der Ball landet im Tor. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel
Dresdens Cheftrainer Markus Kauczinski Mitte, rechts daneben Co-Trainer Heiko Scholz sowie links Torwarttrainer Brano Arsenovic
Die Dynamo-Bank mit Cheftrainer Kauczinski (vorne links) und Co-Trainer Scholz versuchen ihr Team noch einmal nach vorne zu peitschen. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
Dresdens Patrick Ebert Mitte nach dem Gegentor zum 0:2
Natürlich hängende Köpfe bei Dresden nach dem zweiten Gegentreffer. Die Spieler wissen: Das war es. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
Am K-Block in Dresden hängt ein Banner: "Mit Wut im Bauch und klarem Verstand zerstört ihr Gegner und Verband"
Auch wenn die Fans nicht im Stadion sind, haben sie eine Botschaft an die Liga: "Mit Wut im Bauch und klarem Verstand zerstört ihr Gegner und Verband." Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
v.l. Marcin Kaminski VfB Stuttgart, S. Christoffersen SG Dynamo Dresden
Dresden findet gut in die Partie, und setzt den VfB früh unter Druck. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel
Dresdens Godsway Donyoh am Ball
Besonders auffällig zu Beginn ist Donyoh, der immer wieder gefährlich über den linken Flügel kommt. Nach vier Minuten verzieht er knapp aus spitzem Winkel. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
v.l. Kevin Broll SG Dynamo Dresden, Wataru Endo VfB Stuttgart
Doch Stuttgart wird stärker. SGD-Schlussmann Broll fischt hier eine Flanke der Schwaben herunter. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel
VfB Stuttgart Jubel Tor 0:1
Der Jubel des Deutsch-Marrokaners wird zunächst jäh gebremst, weil Schiedsrichter Cortus auf Abseits entscheidet. Der VAR erkennt den Treffer jedoch wenige Augenblicke später an. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel
Blick auf eine Spielszene von der Tribüne aus: Dresdens Godsway Donyoh rechts neben Pascal Stenzel spielt Dzenis Burnic an
Donyoh (2.v.l.) ist auch im zweiten Durchgang stets anspielbar. Aber er rennt sich auch zu häufig fest. Bildrechte: Imago/dreipass-foto/Kuttner
Dresdens Simon Makienok am Boden
Makienok verpasst die größte Ausgleichschance der Schwarz-Gelben in Halbzeit zwei. Beim scharfen Pass von Wahlquist reichen auch die 2,01 Meter Körperlänge des Dänen nicht. Ein Schritt fehlt, um an den Ball zu kommen. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
Stuttgarts Gonzalo Castro und Darko Churlinov jubeln
Die Entscheidung kurz vor dem Ende: Erst pariert Broll eine Direktabnahme, doch Churlinov (Nr. 19) staubt ab und jubelt schließlich mit seinem Teamkollegen Castro. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel
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Churlinov staubt kurz vor dem Ende ab

Im zweiten Abschnitt versuchte es Dynamo wie schon zu Beginn der Partie über den schnellen Donyoh, der sich jedoch ein ums andere Mal festlief (49.). Eine scharfe Hereingabe von Linus Wahlquist verpasste Simon Makienok im Zentrum um einen knappen Meter (61.). Stuttgart ließ den Hausherren in der Folge immer mehr Raum und startete selbst kaum noch Offensivaktion.

Das Problem bei Dynamo blieb aber die Genauigkeit in den Angriffen. Da mal ein ungenauer Pass, dort ein fehlerhaftes Dribbling, und dann wieder ein ungenauer Abschluss (Schuss von Ebert/78.). So kam Dresden trotz mehr Spielanteilen nie mehr richtig gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Stattdessen entschieden die Schwaben kurz vor Ende der regulätren Spielzeit die Partie. Nach einer Direktabnahme des eingewechselten Philipp Klement konnte der glänzend reagierende Broll nur nach vorne abklatschen. Der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Darko Churlinov staubte aus drei Metern ab (88.). Damit war die Niederlage für Dynamo besiegelt.

Stuttgarts Gonzalo Castro und Darko Churlinov jubeln
Darko Churlinov (Nr. 19) dreht nach seinem Treffer jubelnd ab. Bildrechte: Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel

Das sagten die Trainer

Pellegrino Matarazzo (Stuttgart): "Ein sehr großes Kompliment an Dresden. Sie haben unfassbar leidenschaftlich gespielt, sehr geschlossen und mit viel Energie. Das habe ich so nach dieser langen Pause nicht erwartet. Wir sind gut ins Spiel gekommen und auch verdient in Führung gegangen. Dann sind wir aber in einen Verwaltungsmodus gegangen, Dresden kam besser in Spiel und hatte ein paar gefährliche Möglichkeiten. Es ist wichtig, auch solche Spiele zu gewinnen. Das war sicher nicht unsere beste Leistung, aber am Ende zählen die Punkte."

Markus Kauczinski (Dresden): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Dass die Stuttgarter mehr Ballbesitz und Spielkontrolle haben würden, war uns klar. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit ein paar gefährliche Angriffe, gerade über die linke Seite, wo dann der letzte Ball aber nicht richtig kommt. Das Gegentor fällt mir zu leicht, das war so nicht nötig. In der zweiten Hälfte hatten wir durch Schmidt und Makienok, der knapp am Ball vorbeirutschte, ein paar gefährliche Aktionen. Das sind die Momente, die du in so einem Spiel nutzen musst. Ich glaube, dass wir ein Unentschieden hätten holen können. Nach dem 0:2 war der Bann dann aber gebrochen. Wir haben alles gegeben und reingeworfen. Für den Moment, für das was wir aktuell im Tank haben, war es ein gutes Spiel."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 31. Mai 2020 | 15:10 Uhr

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