Fußball | 2. Bundesliga Aue im ersten Geisterspiel brutal effizient

26. Spieltag

Erzgebirge Aue hat einen traumhaften Start nach der Corona-Zwangspause hingelegt. Vom Start weg lief alles für die "Veilchen", die am Ende über einen klaren 3:1-Sieg gegen den SV Sandhausen jubelten.

MDR-Reporter Jörg Röhrich 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 16.05.2020 18:45Uhr 01:25 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-410110.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Video

Dabei lief es quasi von Beginn an optimal für die Gastgeber. Spielmacher Dimitri Nazarov verwandelte nach nur fünf Minuten vom Elfmeterpunkt sicher. Den Strafstoß hatte der pfeilschnelle Florian Krüger herausgeholt. Nach einem Antritt war ihm Ex-HSV-Profi Dennis Diekmeier in die Hacken getreten. Elfmeter war okay, die Rote Karte, die Diekmeier sah, vielleicht eine Spur zu hart.

In fünf Minuten alles klar gemacht

Trotz Rückstand und Unterzahl hatten die Gäste aus Sandhausen zu Beginn der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, echte Chancen sprangen aber nicht heraus. Aue präsentierte sich wie immer stark im Zweikampf, aber harmlos in der Offensive. Ab Mitte der ersten Hälfte, mit der Führung und der Überzahl im Rücken, erkämpfte sich Aue dann aber ein Übergewicht im Mittelfeld und zog in Sachen Ballbesitz und Laufleistung deutlich an den Gästen vorbei.

Bildershow FC Erzgebirge Aue gegen SV Sandhausen

Geschlossene Stadionkassen
Im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause hatte FC Erzgebirge Aue den SV Sandhausen zu Gast. Das Stadion war für die Zuschauer tabu. Lediglich ausgewählte Medienvertreter durften in die Arena... Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Geschlossene Stadionkassen
Im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause hatte FC Erzgebirge Aue den SV Sandhausen zu Gast. Das Stadion war für die Zuschauer tabu. Lediglich ausgewählte Medienvertreter durften in die Arena... Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Ein medizinischer Mitarbeiter und Sportfotograf Robert Michael messen Fieber
Die Umsetzung des Hygienekonzepts stand an erster Stelle. Am Fiebermessen kam keiner vorbei. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Ein Kameramann mit Maske
Die Maskenpflicht galt natürlich auch für die Kameraleute. Bildrechte: dpa
Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue
Obwohl die DFL am Freitag die Maskenpflicht für Trainer aufgehoben hatte, war Aue-Coach Dirk Schuster vor dem Anpfiff "vermummt". Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
 Dimitrij Nazarov verwandelt einen Elfmeter zum 1:0. Dem Strafstoß vorausgegangen war eine Notbremse von Dennis Diekmeier, der zudem noch mit Rot vorzeitig vom Platz musste.
Die 5. Minute: Aue geht durch einen verwandelten Foulelfmeter von Dimitrij Nazarov mit 1:0 in Führung. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Robin Scheu und Philipp Riese
Zweikampf zwischen dem Sandhäuser Robin Scheu (vorn) und Philipp Riese. Nach der Führung verflachte die Partie. Aue erarbeitete sich in der ersten Hälfte dennoch mehr Ballbesitz (56 Prozent). Mit 53 Kilometern liefen die "Veilchen" zudem fünf Kilometer mehr als die Gäste. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Torwart  Martin Fraisl (1, Sandhausen) und Florian Krüger / Krueger (11, Aue).
SVS-Keeper Martin Fraisl kann sich gegen den Auer Florian Krüger behaupten. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
Torschütze Florian Krüger und Jacob Rasmussen jubelm
In der 64. Minute hatte Krüger mehr Erfolg, erhöhte per Kopf auf 2:0. Der Torschütze "jubelt" mit entsprechendem Abstand und angewinkeltem Ellenbogen. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Tor für Aue zum 3:0
69. Minute: Malcolm Cacutalua köpft zum zwischenzeitlichen 3:0 ein. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Anzeigetafel: Endresultat
Perfekter Neustart nach der Corona-Pause: Aue verbessert sich durch den 3:1-Sieg in der Tabelle vorübergehend auf den fünften Platz. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
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Vorentscheidung dank Doppelschlag

Nach der Pause drückte Sandhausen mehr und mehr auf den Ausgleich. Aber auch Hochkaräter wie ein Volleyschuss aus fünf Metern von Gerrit Nauber ließen die Gäste liegen. Die "Veilchen" beeindruckten dafür mit brutaler Effizienz. Nach einer Eingabe erhöhte Florian Krüger per Flugkopfball auf 2:0 (64.) . Der eingewechselte Cacutalua erhöhte ebenfalls per Kopf nach einer Ecke auf 3:0 und sorgte in der 69. Minute für die Vorentscheidung. Das 1:3 nach einem schlampigen Rückpass hatte keinerlei Auswirkung auf die Punktevergabe.

Der Rahmen ist gewöhnungsbedürftig

Es war durchaus gewöhnungsbedürftig, was sich während der 90. Minuten auf dem Platz abspielte. Es hatte die Anmutung eines Trainingsspiels, bei dem jedes "Spinnst Du" Richtung Schiedsrichter zu hören war. Mitreißend ist anders. Dennoch warb Aue-Keeper Männel für Verständnis: "Über die 90 Minuten zu reden, ist nicht gerecht gegenüber den Leuten, die zu Hause sitzen und wie wir gern im Stadion wären. Es gibt sicher Top-Verdiener bei Bayern oder Dortmund. Bei uns gibt es aber keine Gehalts-Millionäre, die mal ein halbes Jahr auf das Gehalt verzichten können. Für uns geht es um die Existenz. Das hat man heute sicher gesehen. Wir wollten heute mit viel Leidenschaft und Herz die Punkte holen. Auch für die Fans, die nicht ins Stadion konnten."

Das sagten die Trainer:

Uwe Koschinat (Sandhausen): "Ich muss ehrlicherweise sagen, dass meine Gefühle vor dem Spiel deutlich negativer waren, aber ich habe heute im Spiel von der ersten Sekunde an ein echtes Wettbewerbsspiel gesehen. Ich hatte immer befürchtet, dass sich der Fußball sehr verfremdet. Aber das, fand ich, war nicht der Fall. Emotionen und Aggressivität haben von beiden Seiten auf gar keinen Fall gefehlt. Das Spiel selbst hatte schon sehr viel von einem normalen Zweitliga-Spiel. Mit Sicherheit wären die Emotionen vom Publikum noch mal deutlich größere gewesen. Aber im Spiel selbst haben das die Spieler sehr gut auf den Platz gebracht."

sst/dh

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Mai 2020 | 15:30 Uhr

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