Fußball | Bundesliga RB Leipzig: Hoffen auf Kampl-Party gegen Köln

29. Spieltag

Fußballweisheiten können durchaus vereinsspezifisch sein. Bei RB Leipzigs Fanszene gibt es zum Beispiel den Spruch "No Kampl – No Party", der nach dem 2:2 gegen Hertha wieder zu hören und zu lesen war. Ob man ihn auch am Montagabend nach der Partie in Köln hört?

Kevin Kampl
Der 29-jährige Kevin Kampl ist aus RB Leipzigs Mittelfeld kaum wegzudenken. Bildrechte: Christian Schroedter

Kann Kevin Kampl zum Abschluss des 29. Spieltages auswärts beim 1. FC Köln (Montag, 1. Juni, 20:30 Uhr im Liveticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) spielen? Diese nach einer Alliteration klingende Frage ist durchaus von Bedeutung. Ohne Kampl jedenfalls läuft es schlecht bzw. schlechter für die Leipziger. Das war erst jüngst beim 2:2 im Heimspiel gegen Hertha BSC wieder zu sehen, wo die Leipziger laut Trainer Julian Nagelsmann "verdient nicht mehr als einen Punkt geholt" hatten. Seit Sommer 2017 kickt Kampl für RB Leipzig. Mit seinen 29 Jahren ist er hinter Torwart Peter Gulacsi der zweitälteste eingesetzte Spieler im Team und als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive unheimlich wichtig.

Nach seiner langwierigen Verletzungspause machte er zuletzt gleich zwei gute Spiele – und fiel gegen Hertha schon wieder aus. Der Grund war laut Nagelsmann "kein struktureller Schaden am Muskel, sondern ein eingeklemmter Nerv". Sollte Kampls Einstieg ins Teamtraining am Samstag gutgehen, "würde er Montag ganz normal dabei sein, was wichtig und gut für uns wäre."

Abwehr muss umgebaut werden

v.l.: Dodi Lukebakio (28, Berlin) und Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig)
Linksverteidiger Marcel Halstenberg fehlt in Köln gelb-rot-gesperrt. Bildrechte: Roger Petzsche / PICTURE POINT / Pool

Definitiv verzichten muss der Coach jedoch auf Marcel Halstenberg, der nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt ist. Außerdem sind Ibrahima Konaté und Ethan Ampadu immer noch nicht fit, und hinter Emil Forsberg steht weiterhin ein Fragezeichen. Nicht in den Kader schaffen könnten es allerdings auch Hannes Wolf und Ademola Lookman. Sie lieferten gegen Hertha alles andere als eine starke Leistung ab und laufen quasi von selbst aus dem Team.

Das hat jetzt neben der mangelhaften Effizienz noch eine zweite Baustelle eröffnet: Die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards. Böse betraft wurde das auch beim jüngsten Remis, was Nagelsmann durchaus sauer machte und von "Wie eine Schülermannschaft" sprechen ließ. Großen Einfluss auf das Training hatte die Sache trotzdem nicht. Seine Schützlinge müssten aber hinten "versuchen, konsequenter zu verteidigen", betonte der Fußballlehrer, "weil einfach sehr viele Teams dadurch einen Dosenöffner kriegen und wir dann Probleme haben, das wieder aufzuholen."

"Upa" vs. Córdoba

Kölns Dosenöffner in Person ist Jhon Córdoba, der in dieser Saison bereits elf Liga-Tore erzielt hat und damit klarer Top-Torschütze des FC ist. "Er hat neben seiner Geschwindigkeit auch noch einen unglaublichen Körper. Es ist ein Vorteil, wenn Spieler neben ihrem Speed auch noch sehr bullig sind", sagte Nagelsmann am Freitag auf der RBL-Pressekonferenz. Den 27-jährigen Kolumbianer auszuschalten, dürfte ein wichtiger Punkt im Erfolgskonzept von RB sein und vor allem Dayot Upamecanos Aufgabe sein. Nagelsmann: "Da wird 'Upa' schon den einen oder anderen Zweikampf gewinnen müssen." Und das mit oder ohne Kevin Kampl.

Jhon CORDOBA (li., K) gegen Dayot UPAMECANO (L)
Schlüsselduell: Dayot Upamecano gegen Kölns Topangreifer Jhon Córdoba. Bildrechte: imago/Sven Simon

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 01. Juni 2020 | 21:45 Uhr

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