Fußball | Bundesliga RB Leipzig sündigt und hat am Ende Glück

26. Spieltag

RB Leipzig hat sich im ersten Spiel nach der Corona-Pause mit 1:1 (0:1) vom SC Freiburg getrennt. Bis zur 93. Minute hätte sich RB über die Punkteteilung ärgern müssen, danach konnte das Team von Julian Nagelsmann froh sein, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.

Freiburgs Nicolas Höfler (l) mit Leipzigs Yussuf Poulsen im Duell.
Bildrechte: dpa

Nach Chancen 4:1 für RB - nach Toren 0:1

RB Leipzig begann durchaus flüssig, führte nach guten Chancen mit 4:0 und lief zur Pause doch einem Rückstand hinterher, weil Freiburg die erste Chance, wenn man sie denn so nennen kann, direkt nutzte. Beim ersten Saisontreffer von Manuel Gulde (34.) war viel Dusel dabei. Eigentlich wollte der aufgerückte Abwehrspieler nach einer Ecke mit der rechten Hacke einschießen, verfehlte aber den Ball und traf schließlich mit der linken Hacke via Kullermann. RB-Keeper Peter Gulacsi, bisdato beschäftigungslos, war die Sicht versperrt. Nach dem Gegentor lief für die Platzherren kaum noch etwas zusammen, stattdessen hatte Freiburgs Christian Günther das 2:0 auf dem Fuß.

Poulsen erlöst RB

Leipzig kam nach dem Wechsel mit deutlich mehr Schwung zurück. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Leipzig erspielte sich klarste Chancen, die Verwertung war lange haarsträubend. Joker Lookman (59.), Antreiber Kevin Kampl (62.) und Timo Werner (74.) versiebten beste Möglichkeiten. Erst in der 78. Minute erlöste Poulsen die Leipziger. Nach einer Kampl-Eingabe schraubte sich der Angreifer, der von Beginn an spielen durfte, empor und köpfte unhaltbar ein. Das 1:1 war überfällig und hochverdient. In der Nachspielzeit wackelte der Punkt, als Freiburgs Robin Koch zum 2:1 traf. Passgeber Gulde stand aber - zum Glück für RB - haarscharf im Abseits.

RB Leipzig gegen SC Freiburg in Bildern

Mannschaftsbus von RB Leipzig
RB Leipzig im Mannschaftsbus bei der Einfahrt ins Stadion. Die Masken sind angelegt. Bildrechte: Pool / Christian Schroedter / Picture Point
Mannschaftsbus von RB Leipzig
RB Leipzig im Mannschaftsbus bei der Einfahrt ins Stadion. Die Masken sind angelegt. Bildrechte: Pool / Christian Schroedter / Picture Point
Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann mit Maske vor der leeren Tribüne.
Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann mit Mundschutz vor dem Anpfiff. Bildrechte: dpa
Leipzigs Angelino läuft zum Eckstoß vor leeren Zuschauerrängen an.
Leere Ränge weit und breit: Ungewöhnliche Perspektive bei einer RB-Ecke. Bildrechte: dpa
Tribünengäste. V.l.: Oliver Mintzlaff (RB Leipzig Vorstandsvorsitzender), Florian Scholz (RBL Marketing) und Ralf Rangnick (sportl. Berater Red Bull Soccer)
Zu den wenigen Tribünengästen zählte natürlich auch die Führungsetage der Sachsen. Bildrechte: Pool / Christian Schroedter / Picture Point
Freiburgs Nicolas Höfler (l) im Zweikampf mit Leipzigs Yussuf Poulsen. RB hatte die Partie in der ersten Hälfte gut im Griff, nutzte seine Chancen aber nicht.
Freiburgs Nicolas Höfler (l) im Zweikampf mit Leipzigs Yussuf Poulsen. RB hatte die Partie in der ersten Hälfte gut im Griff. Bildrechte: dpa
Leipzigs Torwart Peter Gulacsi greift zu spät nach dem Ball.
Die kalte Dusche in der 34. Minute für RB: Nach einer Ecke der Gäste landet der Ball von der Hacke des Freiburgers Manuel Gulde im Leipzigr Tor. RB-Keeper Peter Gulacsi kann nur noch hinterherschauen. Bildrechte: dpa
v.l.: Nordi Mukiele (22, RB Leipzig), Tyler Adams (14, RB Leipzig) und Christian Günter / Guenter (30, Freiburg)
45. Minute: Christian Günter mit einer guten Chance auf 2:0 für die Breisgauer zu erhöhen. Bildrechte: Pool / Christian Schroedter / Picture Point
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Trainerstimmen

Christian Streich (Freiburg): "Das Drumrum war komisch, das Spiel aber nicht. Natürlich freue ich mich wahnsinnig, wenn die Zuschauer wieder ins Stadion dürfen. Ich war 17 Jahre A-Jugendtrainer. Daran habe ich mich erinnert. Da hat man auch immer alles gehört. Die erste Halbzeit war gut. In der zweiten konnten wir nicht mehr gut Fußball spielen, weil Leipzig zu viel Druck gemacht hat. In Leipzig einen Punkt zu holen, ist extrem schwer. Wir haben etwas Glück gehabt, aber gestohlen haben wir ihn auch nicht."

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir gegen tief stehende Gegner viele Chancen herausspielen können. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Ich bin zufrieden, weil es wirklich viele und gute Chancen waren. Mal drüber schießen oder den Ball nicht treffen - das passiert. Es war immer wichtig, auf Konter aufzupassen. In der 2. Hälfte wollten wir v.a. Standards verhindern. Bis auf einen hat das geklappt. das Abseits war kaum zu erkennen. Da haben wir wirklich Glück gehabt."

Fans jubeln in Gaststätte 2 min
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Das Spiel RB Leipzig gegen SC Freiburg fand im Stadion ohne Zuschauer statt. Einige RB-Fans sahen sich die Partie in Kneipen an.

Sa 16.05.2020 19:58Uhr 01:54 min

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sst/sk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 17. Mai 2020 | 15:30 Uhr

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