Fußball | Bundesliga Re-Start der Bundesliga: Geteilte Reaktionen aus Mitteldeutschland

Die Politik hat am Mittwoch den Weg für Bundesliga-Geisterspiele frei gemacht. Die Reaktionen aus Mitteldeutschland fallen geteilt aus: RB Leipzig und Erzgebirge Aue freuen sich, Dynamo Dresden bleibt verhalten. Die Drittligisten aus Sachsen-Anhalt wiederum sehen weiterhin keine Chance auf eine Fortsetzung der 3. Liga.

Oliver Mintzlaff
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Der Geschäftsführer von RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, hat sich über die Entscheidung der Politik, Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ab Mitte Mai zuzulassen, erleichtert gezeigt. "Wir freuen uns sehr", sagte Mintzlaff am Mittwochnachmittag im Gespräch mit dem MDR. Die letzten neun Spiele zu Ende zu spielen, sei "überlebensnotwendig".

Auch RBL-Sportdirektor Markus Krösche verteidigte die bereits für kommende Woche geplante Fortsetzung der Fußball-Bundesliga. "Die Rahmenbedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit ist gegeben, weil alle Bundesligisten im Großen und Ganzen die gleichen Voraussetzungen hatten. Es ist extrem wichtig, dass wir nächste Woche starten", sagte er am Donnerstag (07.04.) im "Deutschlandfunk".

Leonhardt: "Wir müssen einfach anfangen"

Auch Erzgebirge Aues Präsident Helge Leonhardt begrüßte die Entscheidung der Regierung: "Wir müssen einfach anfangen, handeln und die restliche Saison mit einer hohen Disziplin durchziehen. Diese unnötigen Pro-und-Contra-Diskussionen ertragen die Menschen einfach nicht mehr", sagte Leonhardt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund eines Corona-Falls im Funktionsteam steht der gesamte Kader des FC Erzgebirge bis Donnerstag unter häuslicher Quarantäne. Dann soll erneut getestet werden.

Helge Leonhardt und Michael Voigt (FC Erzgebirge Aue)
Helge Leonhardt (links). Bildrechte: imago images/Picture Point

Dynamo etwas verhaltener

Etwas verhaltener äußerte sich Dynamo Dresden. "Wir werden uns mit dieser Entscheidung anfreunden müssen, denn es gibt derzeit keine mehrheitsfähige Alternative zu Geisterspielen unter den Clubvertretern", sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge: "Fußball ist ohne Wenn und Aber eine Publikumssportart. Das wird schon bald dem Letzten bewusst, der das bisher in Zweifel gezogen hat."

HFC und FCM: Keine Fortsetzung der 3. Liga

Die Drittligisten in Sachsen-Anhalt wiederum sehen trotz der Genehmigung zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga offenbar weiterhin keine Perspektive für einen Neustart. Vertreter des 1. FC Magdeburg und des Halleschen FC hatten sich am Mittwoch mit Ministerpräsident Reiner Haseloff in einer 45-minütigen Videokonferenz beraten. "Im Ergebnis soll es eine Sonderrolle für den 3. Liga-Fußball auch wegen der gesellschaftlichen Verantwortung in Sachsen-Anhalt nicht geben", hieß es in einer Mitteilung des HFC.

In dem Bundesland ist bis zum 27. Mai jeglicher Wettkampfbetrieb untersagt, nur Kleingruppen-Training bis maximal fünf Personen wäre möglich. Der HFC und der FCM gehörten zu jenen acht Vereinen, die bei einer Abstimmung des DFB für einen Abbruch der Saison votiert hatten. Nun wird der HFC vorerst nicht einmal in Kleingruppen trainieren: "Ohne eine absehbare und klare Perspektive zur Aufnahme des Mannschaftstrainings und des Spielbetriebs ist dies auch aus Verantwortung für unsere Mitarbeiter und die finanzielle Situation des HFC nicht sinnvoll", sagte Präsident Jens Rauschenbach.

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mze/dpa/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 06. Mai 2020 | 17:45 Uhr

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