Fußball | 1. Bundesliga "Ungewohnt" - RB Leipzig übt Geisterspiel-Szenario

Noch knapp eine Woche, dann rollt in der Fußball-Bundesliga der Ball wieder. Bei RB Leipzig hat man das Szenario vor leeren Rängen schon einmal getestet. Lukas Klostermann berichtet von Vorteilen und Besonderheiten.

Red Bull Arena in Leipzig
Bildrechte: dpa

Mit einem Geisterspieltraining in der heimischen Red Bull-Arena hat sich RB Leipzig auf den kommende Woche beginnenden Re-Start der Fußball-Bundesliga eingestimmt. RB-Coach Julian Nagelsmann ließ sein Team am Samstag (09.05.2020) zwei Mal 25 Minuten im Modus elf gegen elf spielen.

Klostermann: "Gespannt"

"Es ist ein anderes Gefühl, so ein Spiel im Stadion zu machen als auf dem Trainingsplatz. Da ist eine andere Grundspannung dabei", berichtete Abwehrspieler Lukas Klostermann am Sonntag (10.05.2020) in einer Videoschalte von dem Testkick. "Man konnte es ganz gut simulieren, aber es wird ungewohnt sein, weil man jede Anweisung vom Trainer oder den Mitspielern mitbekommt. Ich bin sehr gespannt, was das für einen Einfluss auf das Spiel hat", blickte er auf die Partie kommenden Samstag (16.05.2020) gegen den SC Freiburg voraus.

Lukas Klostermann schaut während eines Interviews in die Webcam. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 11.05.2020 10:08Uhr 01:30 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-408350.html

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Lukas Klostermann schaut während eines Interviews in die Webcam. 2 min
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Mo 11.05.2020 10:08Uhr 01:30 min

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Video

Coacht Nagelsmann mit Geheimcodes?

Eine Herausforderung, der sich auch RB-Coach Nagelsmann bewusst ist. Nicht nur die eigenen Spieler, sondern auch Trainer und Kicker des gegnerischen Vereins bekommen bei Geisterspielen ja alles mit. Für den Umgang mit den eigenen Kickern nahm sich Nagelsmann daher vor, "nicht so laut zu brüllen, dass die Spieler keine Angst bekommen." Und für den Schutz der Informationen vor ungebetenen Zuhörern: "Ich habe schon vor längerer Zeit viele Geheimcodes festgelegt, diese aber noch nie benutzt."

Klostermann: "Dann gehe ich gern nochmal in Quarantäne"

Während sich Nagelsmann zudem Gedanken über den korrekten Gebrauch des von der DFL vorgeschriebenen Mundschutzes während des Spiels macht ("Ich muss ja, kurz bevor ich anfange zu schreien, den Mundschutz runterziehen und kurz nachdem ich aufhöre zu schreien, ihn wieder aufsetzen. Das ist koordinativ nicht ganz einfach"), bewegt Klostermann das korrekte Jubeln. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass nach einem Torerfolg nur "kurzer Ellenbogen- oder Fußkontakt" mit den Mitspielern erlaubt sei. "Diese Situation hab ich mir tatsächlich schon mal vorgestellt", sagte der 23-Jährige. Auf die Frage, ob er sich bei einem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit am letzten Spieltag daran halten könne, erklärte er: "Man kann nicht zu eintausend Prozent versprechen, dass das dann so eingehalten wird. Aber wenn wir dadurch etwas gewinnen sollten, dann gehe ich gerne nochmal zwei Wochen in Quarantäne."

Dirk Hofmeister

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