Fußball | 1. Bundesliga RB-Sportdirektor Krösche: "Geisterspiele im Training simulieren"

Am gestrigen Donnerstag hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ein umfassendes Konzept zum Re-Start in der 1. und 2. Bundesliga vorgestellt. RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche begrüßte die Maßnahmen und hofft, dass der Ball nun so schnell wie möglich wieder rollt. Um sich bestmöglich auf die Situation vorzubereiten, sollen auch Geisterspiele simuliert werden.

Julian Nagelsmann und Markus Krösche
Sehnen den Re-Start herbei: Julian Nagelsmann und Markus Krösche. Bildrechte: imago images / Contrast

Seit mittlerweile sechs Wochen ruht der Spielbetrieb in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. Gibt die Politik in den nächsten Tagen grünes Licht, stehen die Chancen gut, dass ab Mai in den deutschen Bundesliga-Stadien wieder Fußball gespielt werden kann.

"Sind uns der Verantwortung bewusst"

Geht es nach RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche sollte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs so bald wie möglich erfolgen. "Ich glaube, dass die Jungs sich einfach wieder freuen würden, wenn sie ihren Beruf ausüben können", sagte Krösche in einer Medienrunde des Vereins am Freitag (24.04.2020): "Die Zeit war lang, in denen sie individuelle Einheiten absolvieren mussten. Keine Spiele, kein Training, kein Wettkampf – das sind alles Dinge, die den Jungs natürlich fehlen". Dennoch betonte der 39-Jährige, dass jeder Spieler für sich entscheiden müsse, ob er sich den gesundheitlichen Risiken aussetzen werde.

Oliver Mintzlaff Geschäftsführer RB Leipzig und Markus Krösche Sportdirektor RB Leipzig
Oliver Mintzlaff Geschäftsführer RB Leipzig und Markus Krösche Sportdirektor RB Leipzig Bildrechte: imago images/Pressefoto Baumann

Das von der DFL verabschiedete Konzept sieht im Falle eines Re-Starts umfassende Maßnahmen in den Bereichen Organisation und Hygiene vor. Alleine 20.000 Coronavirus-Tests sollen bis zum Ende der Saison durchgeführt werden. Krösche zeigte sich überzeugt von dem Fahrplan der DFL: "Es ist ein ausgewogenes und schlüssiges Task-Force-Konzept. Es zeigt auch nach außen hin, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind und Maßnahmen ergreifen wollen." Gleichzeitig erklärte der Sportdirektor, dass man auch bei RB Leipzig die Situation nicht unterschätzen werde.

Schutzmasken für Spieler kompliziert

Wie alle Mannschaften müssen auch die Messestädter bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den nächsten Wochen auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten. Da die Situation für alle ungewohnt und neu ist, wolle man daher Geisterspiele während des Trainings so gut es geht simulieren. Schließlich sind "die Jungs es gewöhnt vor vollem Haus zu spielen".

Eine Umsetzung der vom Bundesarbeitsministerium vorgeschlagenen Schutzmaskenpflicht für Spieler, hält Krösche dagegen für kompliziert. "Fußball ist eine körperliche Beanspruchung. Einen Sprint mit einer Gesichtsmaske bekommt man vielleicht einmal hin. Aber bei drei- bis viermal wird es schwierig, was die Luftzufuhr angeht".  

Krösche dementiert Werner-Gerüchte

Gerüchte des britischen Senders Sky Sports, wonach sich Topstürmer Timo Werner für einen Wechsel zum FC Liverpool entschieden habe, verwies Krösche ins Reich der Fabeln. "Es gibt keine Anfrage, und Timo ist auch nicht auf uns zugekommen. Stand jetzt gibt es nicht Neues."

Timo Werner RB Leipzig und Sportdirektor Markus Krösche RB Leipzig
Timo Werner und Sportdirektor Markus Krösche - gehen beide bald getrennte Wege? Bildrechte: imago images/MIS

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. April 2020 | 19:30 Uhr