Fußball | Bundesliga Fernsehgelder fließen - 36 Profiklubs vorerst gerettet

Pressekonferenz DFL-Sprecher Christian Seifert 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Do 23.04.2020 16:45Uhr 06:15 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-403104.html

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Die 36 Profiklubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga können auf die wichtigen Fernsehgelder hoffen. Wie die DFL auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte, konnte eine Einigung mit fast allen Medienpartnern erzielt werden. Dabei geht es um rund 300 Millionen Euro. "Durch diese Vereinbarung kann den 36 Klubs die Liquidität bis 30. Juni ermöglicht werden. Erste Zahlungen sollen schon im Mai erfolgen. Wenn allerdings nicht gespielt wird, kann es Rückforderungen geben", schränkte DFL-Sprecher Christian Seifert ein.

DFL: Start der Bundesliga im Mai möglich

Wann die Bundesliga wieder starten kann, so Seifert, ist Sache der Politik. "Der Spieltrieb ist bis 30. April ausgesetzt. Wir haben mehrere Spielplanoptionen. Es ist nicht realistisch, am ersten Mai-Wochenende zu starten. Wir wären am 9. Mai bereit." Dass wieder gespielt werden kann, sei für einige Klubs die wirtschaftliche Rettung. "Es ist die einzige Möglichkeit, die 1. und 2. Bundesliga so am Leben zu erhalten, wie wir sie kennen.“ Seitens der Klubs seien keine Bedenken geäußert worden, schon im Mai zu starten. Ziel sei außerdem, möglichst bis 30. Juni die Saison zu Ende zu spielen. "Das streben wir an. Sollte in den Juli hinein gespielt werden, wäre das auch möglich. Das ist auch mit den Medienpartnern so vertraglich geregelt", so Seifert. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel konferieren am 30. April, dann könnte eine Entscheidung fallen, ob und wann gespielt werden kann.

Bei Geisterspielen dürften sich in der 1. Bundesliga 98 Personen im Innenraum und 115 Personen im Tribünenbereich aufhalten. In der 2. Bundesliga sind es weniger, insgesamt 188. Alle Klubs hätten zugesichert, diese Anzahl beizubehalten.

Symbolbild, Bundesliga Logo
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Geisterspiele vielleicht bis ins neue Jahr

Wann die neue Bundesliga-Saison starten kann, ist derzeit noch nicht abzusehen. "Wir machen uns noch keine Gedanken. Geisterspiele könnten bis zum Ende des Jahres und vielleicht im Januar und Februar stattfinden. Wir planen bis dahin ohne Zuschauereinnahmen." Seifert warnte zugleich vor Fan-Ansammlungen und nahm die Clubs in die Pflicht "Wenn wir wieder spielen, ist klar ein Argument, dass es nicht zu Zuschaueransammlungen am Stadion kommen darf", stellte Seifert klar. In diesem Fall könnten auch Spielabbrüche folgen.

Kooperation mit fünf Laboren

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde ein Konzept ausgearbeitet, um flächendeckend Antikörpertests durchführen zu können. Dafür wurde eine Kooperationsvereinbarung mit fünf Laboren geschlossen. Insgesamt geht die DFL von rund 20.000 Tests aus, die durchgeführt werden müssten. "Sollte sich die Lage aber verschlechtern, würde der Profifußball sofort zurückstehen."

Zudem soll bei einem positiven Fall keine automatische Meldung an die Presse erfolgen. Nur der betroffene Spieler muss in Quarantäne und dessen Kontaktpersonen getestet werden, allerdings wird nicht automatisch die gesamte Mannschaft unter Quarantäne gestellt.

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. April 2020 | 17:45 Uhr

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