Fußball | Champions League RB Leipzig: Selbstbewusst, forsch und furchtlos

Achtelfinale

Der selbstbewusste, forsche Auftritt im Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur hat gezeigt: RB Leipzig sieht sich mittlerweile als ganz natürlicher Teil der europäischen Fußball-Elite.

Mannschaftsfoto der Spieler von RB Leipzig.
Bildrechte: imago images/PA Images

RB Leipzig hat am Mittwochabend etwas geschafft, was man in den letzten Jahren von deutschen Mannschaften in K.-o.-Spielen der Champions League nicht immer erwarten konnte: Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ist beim 1:0 (0:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein aufgetreten. So, als sähen sich die Leipziger mittlerweile als ganz natürlicher Teil der europäischen Fußball-Elite.

Peter Gulacsi 4 min
Peter Gulacsi Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Do 20.02.2020 00:11Uhr 04:18 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-384078.html

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RB spielte äußerst mutig

Es war eine äußerst mutige Vorstellung von RB Leipzig - wohlgemerkt auswärts, wohlgemerkt im Hinspiel. Vor allem Cheftrainer Julian Nagelsmann zeigte in seinem allerersten K.o.-Spiel in der Königsklasse überhaupt keine Nerven, als er angesichts des Ausfalls von Abwehrchef Dayot Upamecano auf den erst 19-jährigen Ethan Ampadu setzte. Eine gewagte Variante, doch der Leihspieler vom FC Chelsea, der in der Bundesliga bislang nur auf drei Kurzeinsätze gekommen war, fügte sich gut ein.

Natürlich, es war kein furioses Fußballfest wie jenes, das der FC Bayern München am 1. Oktober an der White Hart Lane feierte. In der Gruppenphase zerlegte die noch von Niko Kovac trainierte Münchener Mannschaft die Spurs im eigenen Stadion mit 7:2. Doch damals stand bei Tottenham eben noch Mauricio Pochettino, der stets auf schnellen Fußball und volle Offensive setzte, an der Seitenlinie. Jedoch wurde Pochettino alsbald entlassen und durch den auf defensive Stabilität Wert legenden José Mourinho ersetzt.

Tottenham stand tief

Und genau so sah das dann auch aus am Mittwoch: Tottenham stand zeitweise mit elf Spielern tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Konter - Mourinho-Fußball eben. Nur selten kam die Mannschaft aus dem Norden Londons, die ohne WM-Torschützenkönig Harry Kane (Muskelriss) und den früheren Bundesliga-Star Heung-Min Son (Armbruch) auskommen musste, in die Nähe des Leipziger Strafraums - und wenn, dann ging meistens noch ein Leipziger Abwehrspieler rechtzeitig dazwischen.

Die Leipziger wiederum ließen sich von der geballten Abwehr der Gastgeber überhaupt nicht abschrecken, spielten von Beginn an forsch nach vorn und hatten gleich in den ersten Minuten Großchancen. Patrik Schick, Timo Werner und Angelino, der nur den Pfosten traf, konnten die Gelegenheiten jedoch nicht nutzen. Leipzig hatte lange Zeit deutlich mehr vom Spiel, zog über die Außen ein schnelles Kombinationsspiel auf und stellte Tottenhams Abwehr mit flachen Pässen in die Mitte immer wieder vor Probleme. Allein im Abschluss zeigten die Gäste einige Schwächen.

Lukas Klostermann 2 min
Lukas Klostermann Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Do 20.02.2020 00:18Uhr 01:58 min

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Werner belohnte RB

Auch nach der Pause spielte Leipzig selbstbewusst mit, kam zu weiteren Chancen - und belohnte sich schließlich, als Tottenhams Verteidiger Ben Davies ein Foul im Strafraum an Konrad Laimer beging und Werner den fälligen Elfmeter eiskalt mit einem Schuss in die linke Ecke verwandelte.

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sid/mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. Februar 2020 | 17:45 Uhr

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