FDGB-Pokal 1989/90 Schwerin blamiert erneut den FCM – Lok mit Mühe

09. Dezember 1989 | Viertelfinale

Auch der zweite Viertelfinal-Tag im FDGB-Pokal hält eine faustdicke Überraschung parat: Dynamo Schwerin wirft den 1. FC Magdeburg raus. Dem K.o. entgangen ist der 1. FC Lok in Schkopau. Im Oberliga-Duell Dynamo gegen FCK setzte sich der Favorit durch. Am Tag zuvor hatte sich der BFC Dynamo verabschiedet.

Dynamo Schwerin – 1. FC Magdeburg 3:1 (2:0)

Déjà-vu für den FCM: Der Oberliga-Herbstmeister musste wie im Vorjahr beim Zweitligisten Schwerin (1:3 n.V.) die Segel streichen. Mann des Spiels war Schwerins Bochert, dem erneut ein entscheidender Doppelpack gelang. In der ersten Halbzeit war der FCM erstaunlicherweise klar unterlegen und kassierte zwei Gegentore: Erst wuselte sich Stammann durch den FCM-Strafraum (10.), dann erhöhte besagter Bochert mit einem Prachtfreistoß (40.). Nach der Pause machte der FCM mehr Druck, aber die Zweitliga-Dynamos hielten weiter stark gegen und erhöhten sogar auf 3:0 – Bochert traf im Nachschuss (82.). Mit dem Treffer war die Partie entschieden. Wuckel gelang nur noch ein Ehrentor (88.).

1. FC Lok Leipzig – Chemie Buna Schkopau 1:0 (1:0)

Nur ein einziger Treffer gelang auch dem 1. FC Lok gegen die „Hansa-Rasierer“ aus Schkopau. Allerdings reichte dieses Kopfballtor von Hobsch (38.), um ins Halbfinale einzuziehen. Die Leipziger waren besser als das Lisiewicz-Team, das man getrost als „HFC II“ bezeichnen kann. Von einem souveränen Auftritt konnte man trotzdem nicht sprechen. Letztlich hatte Lok vielleicht sogar Glück, ein Heimspiel zugelost bekommen zu haben. In Schkopau, vor wahrscheinlich mehr als nur 1.100 Zuschauern, wäre es wohl noch schwieriger geworden.

Dynamo Dresden – FC Karl-Marx-Stadt 4:0 (3:0)

Stattliche 16.000 Zuschauer besuchten das Oberliga-Duell im Dynamo-Stadion – und sahen dort eine einseitige Partie. Im Gegensatz zum letzten Pflichtspiel, ein glückliches 1:1 im Nachholer gegen Lok, waren die Schwarz-Gelben in allen Belangen überlegen und münzten das auch in sehenswerte Tore um. Allein drei gelangen Sammer (22./29./56.), das vierte steuerte Gütschow bei (43.). Für FCK-Trainer Meyer war das alles "am Rand eines Debakels". Und sein Gegenüber Geyer? Der nutzte die Gelegenheit, um sich über die Medien zu beschweren. Schöne neue Zeit …

Halbfinals ausgelost

Manja Schumann, die 16 Jahre alte "Miss Dynamo Dresden" , hat in der Halbzeitpause der Partie Dynamo-FCK die Halbfinals ausgelost und ihrer Mannschaft erneut ein Heimspiel beschert. Gespielt wird am 14. April 1990.

Dynamo Dresden – Vorwärts Frankfurt/O.
Dynamo Schwerin – 1. FC Lok Leipzig

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

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