DDR-Oberliga - Die Wendesaison Herber Dämpfer für Herbstmeister FCM

23. Februar 1990 | 14. Spieltag

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen: Der FC Carl Zeiss Jena lässt den Herbstmeister in dessen Stadion alt aussehen. Deutlich besser machte es Wismut Aue gegen Eisenhüttenstadt. Das allerdings auch nicht über die gesamte Zeit.

Torhüter Andreas Hawa (Eisenhüttenstadt) streckt sich nach dem Ball Punktspiel DDR-Oberliga Wismut Aue - Stahl Eisenhüttenstadt 2:1 am 23.2.1990
Bildrechte: Frank Kruczynski

1. FC Magdeburg – FC Carl Zeiss Jena 0:2 (0:0)

Vielleicht waren sie noch im Winterpausen-Modus, vielleicht kamen sie auch nur mit den frühlingshaften Temperaturen an diesem Februar-Abend nicht zurecht: Joachim Streichs Magdeburger Jungs jedenfalls hatten mächtig Probleme, ins Spiel zu finden. Ohne Dirk Stahmann fehlte es an Biss und Ideen. Oldie "Maxe" Steinbach war wie im Hinspiel bemüht, schlug aber oft dann doch einen Haken zu viel. In der 23. Minute fehlte auch noch das Glück – er traf nur die Latte. Jena agierte aus einer massiven Deckung heraus, war kämpferisch und läuferisch besser – und sicherte sich zwei unerwartete Punkte.

FC Wismut Aue – Eisenhüttenstadt 2:1 (1:0)

70 Minuten lang bildeten die zum FC Wismut umbenannten "Veilchen" das klar bessere Team. Zwei Kopfballtore von Vogel und Persigehl sorgten für eine verdiente 2:0-Führung. Diese würde bis zum Abpfiff noch ausgebaut werden – dachten sicher die meisten der 10.000 Zuschauer im Otto-Grotewohl-Stadion. Doch es kam anders: Nach und nach verließen die Auer die Kräfte. Nach Sickerts Anschlusstreffer gerieten die Gastgeber zeitweise sogar mächtig ins Schwimmen, retteten den Sieg aber über die Zeit.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Februar 2020 | 16:30 Uhr

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