DDR-Oberliga - Die Wendesaison Lok in der Krise – Jena für Moral belohnt

09. März 1990 | 16. Spieltag

Jubel bei Rot-Weiß Erfurt: Der Tabellenvorletzte feierte gegen Lok Leipzig seinen dritten Saisonsieg und verlässt damit vorerst die Abstiegsränge. Wirklich überraschend ist das Ergebnis aber nicht, denn eine Auswärtsmacht ist Lok in dieser Saison wahrlich nicht. Das zweite Abendspiel endete 1:1 , über das sich am Ende Carl Zeiss Jena etwas mehr freuen konnte.

Szene aus dem Spiel Rot-Weiß Erfurt gegen Lok Leipzig am 09.3.1990 - Erfurt jubelt
Der FC Rot-Weiß Erfurt besiegt Lok und hat allen Grund zum Jubeln. Bildrechte: MDR/DRA

Rot-Weiß Erfurt – 1. FC Lok Leipzig 2:0 (2:0)

Verantwortlich für den Sieg der Erfurter waren vor allem Oldie Armin Romstedt, der die Offensive ankurbelte, und Jörg Schmidt. Letzterer gab auch die entscheidenden Querflanken von der linken Seite: Beim 1:0 vollendete Uwe Abel aus sechs Metern, das 2:0 erzielte Abwehrspieler Heiko Räthe aus 18 Metern. Die Leipziger verloren zu viele Zweikämpfe, kamen so fast gar nicht ins Spiel. Und bei den zwei besten Chancen scheiterten sie am starken RWE-Torhüter Rainer Hoffmeister.

HFC Chemie – FC Carl Zeiss Jena 1:1 (0:0)

Chancen satt und das auf beiden Seiten des Spielfelds gab es in Halle zu sehen. Die erste hatte Klee nach wenigen Sekunden. Beim HFC traf Dariusz Wosz in der sechsten Minute per Freistoß die Latte. Dabei erarbeitete sich Halle nach und nach ein Übergewicht. Und so war Schülbes 1:0 per Kopf nach Vorarbeit von René Tretschok nicht unverdient. Danach verpasste es der HFC mehrmals, den Sack zuzumachen, was sich kurz vor Schluss rächte: Peschke traf zum 1:1. Es war der Lohn für eine intakte Moral der Jenaer.

Die anderen Partien finden am 10. März statt.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. März 2020 | 16:30 Uhr

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