DDR-Oberliga - Die Wendesaison 1. FC Lok verschenkt Sieg gegen Dynamo

5. Dezember 1989 | 13. Spieltag

Was für ein Freistoß – was für ein Patzer! Mathias Lindner hat dem Nachholspiel 1. FC Lok Leipzig gegen Dynamo Dresden seinen Stempel aufgedrückt. Positiv wie negativ. Der "Man oft the Match" war für beide Tore dieses 1:1 (0:0) verantwortlich. Das Unentschieden machte den 1. FC Magdeburg zum Herbstmeister.

Der 1. FC Lok Leipzig hat im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden einen Sieg in letzter Sekunde verschenkt. Das "Geisterspiel" im von gerade mal 3.500 Zuschauern besuchten Leipziger Zentralstadion (Fassungsvermögen: 90.000) endete 1:1. Lok war vor allem in der ersten Halbzeit in fast allen Belangen überlegen. Die verdiente Führung wurde dem FCL aber weggepfiffen: Nach einem derben Foul von Lieberam an Hobsch hatte Halata den Ball aus 18 m ins Tor gezimmert – aber Schiri Heynemann war mit seinem Pfiff schneller.

Halata erzielt das vermeintliche 1:0
Halata zieht schnell ab - aber der Schiri war schneller. Bildrechte: MDR/DRA

It's Lindner time!

In der zweiten Halbzeit dann doch das Tor für die Leipziger, und zwar im zweiten Versuch. Denn Wagenhaus war bei einem Freistoß aus 23 m zu früh aus der Mauer rausgelaufen. Die Wiederholung nutzte Lindner zum 1:0. Die bis dahin schwachen Dresdner streckten sich danach und wurden endlich offensiver. Bei Gütschows sehenswertem Volleyschuss und Sammers Kopfball jedoch zeigte Lok-Keeper Müller seine ganze Klasse. Also sah alles nach einem Heimsieg aus. Doch dann war wieder Lindner-Zeit: Der Libero der Leipziger wollte Sekunden vor Schluss den Ball ins Tor-Aus trudeln lassen, ließ sich aber von Kirsten überrumpeln, und Gütschow schob zum schmeichelhaften 1:1 für Dresden ein.

Ein Patzer von Lindner führt zum Ausgleich
Lindner lässt sich den Ball abluchsen. Bildrechte: MDR/DRA

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

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