1989/90 - Die Wendesaison Pokal-Aus für Wismut - Lok und Jena müssen zittern

30. September 1989 | FDGB-Pokal | 2. Runde

Im FDGB-Pokal hat es Oberligist Nr. 4 erwischt: Die BSG Wismut Aue ist mit einem 2:3 n.V. in Sömmerda aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena kamen noch einmal mit einem blauen Auge davon. In der ersten Runde waren bereits Energie Cottbus, Brandenburg und Bischofswerda rausgeflogen.

Stahl Thale - Carl Zeiss Jena
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Robotron Sömmerda – Wismut Aue 3:2 n.V. (2:0/2:2)

Augenreiben in Sömmerda: Die Robotron-Elf war gegen den natürlich favorisierten Oberligisten klar besser. Das gilt vor allem für die erste Halbzeit. Da hätte Aue auch noch mehr als die beiden Gegentore (Petermann/32., Vlay/43.) kassieren können. Nach der Pause investierte Wismut etwas mehr ins Spiel und rettete sich mit zwei Treffern in die Verlängerung: Beim ersten half allerdings die Abwehr der Gastgeber mit (Krauß/64.), der zweite fiel erst in der von Schiri Heynemann reichlich bemessenen Nachspielzeit (Bittner/90.+2). In den folgenden 2x15 Minuten nahm Aue wieder den Fuß vom Gaspedal, was sich kurz vor Schluss rächte: Nach einem Foul von Keeper Weißflog an Uwelius traf Busse vom Punkt (118.).

Stahl Thale – Carl Zeiss Jena 0:2 n.V. (0:0/0:0)

Sport

Zwei Fußballspieler jubeln 1 min
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Auch in Thale stellte der Außenseiter die klar bessere Mannschaft. Stahl erarbeitete sich gegen Jena eine Chance nach der anderen – um diese dann aber allesamt liegenzulassen. Mann des Spiels war deshalb FCC-Keeper Bräutigam, der die Patzer seiner Vorderleute wettmachen musste und seinen Kasten auch in der Verlängerung sauber hielt. Zwei Konter gegen Ende der Verlängerung (Bürger/115., Zimmermann/118.) bescherten Jena dann den glücklichen Einzug ins Achtelfinale.

Dynamo Eisleben – Lok Leipzig 2:4 n.V. (1:1/2:2)

Das gleiche Glück hatte der 1. FC Lok, der nach nur einem Punkt aus den letzten drei Oberliga-Spielen etwas verunsichert wirkte. Entsprechend überraschend fiel Leipzigs 1:0 durch Marschall (39.), doch Färber glich mit einer 25-m-Rakete aus. In der zweiten Halbzeit gingen die weiter offensiveren Eisleber sogar in Führung (Hecker/55.). Diesmal glichen die Leipziger umgehend aus (H.Liebers/58.). In der Verlängerung dann legte Lok seine reservierte Spielweise ab. Edmond (110.) und erneut H. Liebers (117.) stellten die Weichen auf Sieg.

Ergebnisse der 2. Runde im FDGB-Pokal 1989/90
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Ergebnisse der 2. Runde im FDGB-Pokal 1989/90
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--- Rückblick auf die 1. Runde ---

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

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