DDR-Oberliga - Die Wendesaison Aufatmen in Jena, Dynamo weiter ungeschlagen

22. September 1989 | 6. Spieltag

Fußball brutal gab es zum Auftakt des 6. Oberliga-Spieltages. Richtig schlimm war es in Jena, wo der FCC den FC Hansa oftmals unfair bearbeitete. Noch schlimmer dabei ist: Das Unternehmen war von Erfolg gekrönt. Derb zur Sache ging es auch in der Partie Dresden gegen Erfurt. Etwas milder, dafür aber auch langweiliger, war das Spiel zwischen dem FCK und dem BFC

FC Carl Zeiss Jena - Hansa Rostock  2:1 (2:0)

Wieder mal ein Blitztor: Nach gerade mal 52 Sekunden hat der FC Carl Zeiss Jena durch Bürger die Führung gegen Hansa Rostock erzielt.

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Unter dem frisch verpflichteten Trainer Bernd Stange fuhr der FC Carl Zeiss gleich einen Sieg ein - mit 2:1 wurde Hansa Rostock bezwungen.

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26 Minuten folgte das sehenswert herausgespielte 2:0 durch Hoffmann. Die beiden Treffer können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Jena purer Abstiegskampf herrscht und gespielt wird. Zu dem gehörten diesmal ziemlich üble Fouls, einige hinter dem Rücken des Schiris. Hansa zahlte in der zweiten Halbzeit ordentlich zurück und schaffte durch Weichert den Anschluss – schadete sich mit Rot für Wahl aber auch selbst. Der neue FCC-Coach Bernd Stange verkündete, man werde die Spielweise so beibehalten. Hansas Klubchef Robert Pischke war darüber "sprachlos und schockiert".

Dynamo Dresden - Rot-Weiß Erfurt  3:1 (1:0) 

Klare Sache in Dresden? Muss man nicht so sehen. Denn Rot-Weiß Erfurt lieferte beim Meister eine gute Leistung ab, erspielte sich fünf dicke Chancen. Dabei hätte mehr herausspringen müssen als nur ein Kopfballtor von Seifert. Zu wenig für einen Punkt bei den Dresdnern, die wieder mit Effizienz glänzten und aus vier Chancen drei Tore zauberten. Das schönste war Gütschows 1:0 nach einer tollen Kombination. Beachtenswert war auch der Einsatz des 19-jährigen Ersatzkeepers Schulze. Einen blutigen Zweikampf lieferten sich derweil Minge und Abel. Er endete mit einer Platzwunde am Jochbein des Erfurters, die genäht werden musste.

FC Karl-Marx-Stadt - BFC Dynamo  0:0

Ein 0:0 der unattraktiven Sorte gab es im Ernst-Thälmann-Stadion von Karl-Marx-Stadt zu sehen. Keines der beiden Teams wollte verlieren. Mit entsprechend wenig Risiko wurde gespielt. Und so rollte der Ball vor allem zwischen den Strafräumen. Für die wenigen sehenswerten Aktionen in der ersten Halbzeit war vor allem der himmelblaue Senior Steinmann verantwortlich. Den Abwehrriegel von BFC-Libero Rohde konnte aber auch er nicht knacken.

Thomas Laudeley (FC Karl-Marx-Stadt) im Laufduell mit Thomas Doll (BFC Dynamo)  22.09.1989
Thomas Laudeley (FC Karl-Marx-Stadt) im Laufduell mit Thomas Doll (BFC Dynamo) Bildrechte: Frank Kruczynski

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. September 2019 | 16:30 Uhr

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