Eishockey | DEL2 Was für ein Drama: Eislöwen retten sich in die Pre-Playoffs - Füchse scheitern knapp

52. Spieltag

Das war mal ein Herzschlagfinale. Am letzten Spieltag der DEL2-Hauptrunde retteten sich die Dresdner Eislöwen dank eines Sieges im Penalty-Schießen gegen die Tölzer Löwen in die Pre-Playoffs. Bitter für die Lausitzer Füchse, die dadurch in die "Playdown-Röhre" gucken.

Toni Ritter, 17 jubelt mit seinen Kollegen nach seinem Tor.
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Dresdner Eislöwen triumphieren im Penalty-Schießen

Den Dresdner Eislöwen ist im allerletzten Moment der Hauptrunde ein 3:2 (1:1; 1:0; 0:1/1:0)-Sieg nach Penalties gegen die Tölzer Löwen und dadurch der Einzug in die Pre-Playoffs der DEL2 gelungen. Doch der Weg dahin konnte dramatischer nicht sein. Das erste Drittel in der Dresdner EnergieVerbund Arena begann gleich furios. Nach nur einer Minute führte der Tabellenfünfte dank eines Treffers von Shawn Weller mit 1:0. Dass die Dresdner aber nicht nur als Statisten auftreten wollten, bewiesen sie postwendend. In Überzahl erzielte Mario Maoureux nur zwei Minuten später den 1:1-Ausgleich. Danach hielten die Sachsen gut gegen die Tölzer Löwen mit, hatten aber auch Glück, Zeitstrafen gegen Arne Uplegger (11.), Dale Mitchell (15.) und Steve Hanusch (16.) ohne Gegentreffer zu überstehen.

Auch das zweite Drittel startete wieder mit einem schnellen Tor. Dieses Mal war es der Eislöwe Thomas Pielmeier, der es drei Minuten nach dem erneuten Start erzielte. Danach sahen die 3.526 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch zwischen den Bayern und Sachsen, ein Tor erzielte jedoch keine der beiden Mannschaften. Da dies auch lange Zeit im dritten Abschnitt so aussah, konnte sich Dresden bereits als gerettet wähnen. Doch in der allerletzten Minute der regulären Spielzeit riss Tyler McNeely die Mannschaft von Rico Rossi jäh aus diesem Traum.

Nichts für schwache Nerven war dann auch die Overtime. Die Eislöwen überstanden diese auch trotz einer Zeitstrafe gegen Jordan Knackstedt kurz vor Schluss. Im Penalty-Schießen erlöste Petr Pohl die Hausherren mit seinem Siegtreffer, was für Dresden auch den Einzug in die Pre-Playoffs bedeutet.

Füchse scheitern knapp am Pre-Playoffs-Einzug

Die Lausitzer Füchse haben es nicht ganz geschafft sich für die Pre-Playoffs zu qualifizieren - auch wenn das Team aus Weißwasser den EV Landshut in einem tempobetonten Spiel im eigenen Stadion mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) bezwang.

Bereits vor dem Spiel stand fest, dass die Füchse die Qualifikation für die Pre-Playoffs nicht mehr in der eigenen Hand hatten. Selbst bei einem Sieg der Lausitzer wären diese auf Erfolge der beiden anderen sächsischen Vereine aus Crimmitschau und Dresden angewiesen gewesen. Die Mannschaft von Corey Neilson wollte dennoch alles tun, um auch nur die kleinste Chance auf die Quali zu wahren. Das erste Drittel begann denn auch mit einem äußerst hohen Tempo. Die 2.773 Zuschauer im Fuchsbau erlebten ein intensives, aber torloses erstes Drittel.

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Im zweiten Durchgang erhöhten die Gastgeber dann den Druck und wurden durch zwei Tore von Ondrej Pozivil (27.) und Jakub Kania (30.) belohnt. Und die Führung hätte durchaus höher ausfallen können, doch Darcy Murphy vergab in der 32. Minute alleine vor dem Landshuter Goalie Patrick Berger.

In der Zwischenzeit gaben die Zwischenstände der Eispiraten und Eislöwen den Füchsen Grund zur Hoffnung. Das schien sich direkt auf die Spieler in Weißwasser zu übertragen. In der 46. Minute stellte Jordan George auf 3:0. Die Landshuter erhöhten im Gegenzug das Tempo, ihren Punktestand aber nicht. Im Gegenteil. Murphy hatte kurz vor Schluss (59.) noch einmal die Chance auf ein weiteres Tor. Doch das blieb ihm verwehrt. Die Zuschauer störte das nur bedingt. Sie feierten den Erfolg ihrer Mannschaft im Stehen.

Crimmitschau mit starkem Hauptrunden-Abschluss

Versöhnlicher Schlusspunkt der Hauptrunde für die Eispiraten aus Crimmitschau. Das Team von Daniel Naud hat am 52. Spieltag mit 4:2 (0:1, 3:1, 1:0) gegen die Bayreuth Tigers gewonnen.

Im Städtischen Kunsteisstadion Bayreuth bekamen die Zuschauer von Anfang an ein hart geführte Partie aufgetischt. Mit dem besseren Drittel-Ende für Bayreuth, die durch Ville Jarveläinen mit 1:0 in Führung gingen (20.). Und auch danach schienen die Hausherren alles im Griff zu haben und erhöhten durch Tyler Gron auf 2:0 (26.). Erst danach kam das Haud-Team ins Rollen und drehte die Partie komplett. Der "doppelte" Mitch Wahl und Alexander Wideman (26./32./33.) sorgten für die 3:2-Führung der Sachsen. Den goldenen Schlusspunkt im dritten Drittel setzte Christoph Körner mit dem 4:2 (59.).

Ole Olleff gegen Christian Neuert
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eja/tw

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 01. März 2020 | 21:40 Uhr

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