Basketball | BBL Niners Chemnitz wollen die BBL stemmen

Die Niners Chemnitz sind bereit für die BBL. Der nach dem Saisonabbruch als Aufsteiger aus der Basketball-Bundesliga Pro A feststehende sächsische Klub hat einen Lizenzantrag für die höchste Spielklasse gestellt. Für die Chemnitzer wäre es die erste Saison in der BBL in ihrer Vereinsgeschichte.

Ein Spieler springt mit dem Ball zum Korb.
Die Niners Chemnitz sind bereit für die BBL Bildrechte: imago images/Carmele/tmc-fotografie.de

Geschäftsführer Steffen Herhold ist trotz der Coronakrise optimistisch, schränkt aber ein: "Unser Ziel ist ganz klar, den sportlichen Aufstieg nun auch wirtschaftlich zu realisieren. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab und ist momentan wohl schwerer als je zuvor. Wir sind allerdings überzeugt, mit der Unterstützung unserer Fans und Partner, den Sprung schaffen zu können."

Fans und Sponsoren stärken den Rücken

Steffen Herhold
Geschäftsführer Steffen Herhold Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Verlassen können sich die Niners in dieser schwierigen Phase auch auf ihre Fans, die bereits mehr als 3.000 Soli-Playoff-Tickets erworben haben. Zudem habe mehr als die Hälfte der Zuschauer, die Karten für die letzten beiden abgesagten Heimspiele erworben hatten, auf eine Rückerstattung verzichtet. Die Mitgliederzahl stieg um zehn Prozent und durch Spenden wuchs auch das Vereinskonto. "Sehr viele Menschen möchten, dass es mit uns weitergeht und dieser beeindruckende Zuspruch ist eine unglaubliche Motivation für uns", so Herhold. Und auch die derzeitig teilweise selbst unter Druck stehenden Sponsoren hätten Unterstützung zugesagt: "Einige Sponsoren haben bereits ihre künftige Unterstützung fest zugesagt, von anderen Partnern gab es positive Signale."

BBL will Lizenz-Bedingungen wohl lockern

Mit Blick auf die strengen wirtschaftlichen Bedingungen, die durch die BBL festgelegt sind, hoffen die Niners auch auf Lockerungen. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte kürzlich in Aussicht gestellt, dass Eckpunkte wie der Mindestetat von drei Millionen Euro oder die notwendige Eigenkapitalrücklage von 250.000 Euro in diesem Sommer aufgeweicht werden könnten. "Wir schauen gespannt auf die Entwicklungen in der ersten Liga, aber auch in anderen Sportarten. Parallel versuchen wir uns so gut wie möglich auf mehrere Szenarien vorzubereiten, um nächste Saison dann wirklich ein Teil der BBL sein zu dürfen", sagt Herhold.

rei/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. April 2020 | 19:30 Uhr

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