Leichtathletik | Marathon Magdeburg-Marathon-Organisator Ralf Eger: "Haben genügend Vorlaufzeit"

Wie zahlreiche Straßenläufe steht auch der für den 25. Oktober geplante Magdeburg-Marathon vor einer ungewissen Zukunft. Organisator Ralf Eger gibt sich dennoch optimistisch und sprach im "SpiO"-Talk am Dienstag (28.04.2020) über die aktuellen Vorbereitungen.

Seit über 15 Jahren heißt es in der zweiten Oktoberhälfte in Magdeburg: Laufen, was das Zeug hält. Denn dann starten jedes Jahr mehrere tausend Läufer und Walker bei der größten Laufveranstaltung in Sachsen-Anhalt.

"Dankbar, dass unser Marathon im Herbst stattfindet"

Ob der beliebte Volkslauf auch in diesem Jahr stattfinden kann, ist angesichts der Corona-Krise noch offen. Ralf Eger blickt jedoch mit Zuversicht auf das anstehende Event. "Wir sind dankbar, dass unser Marathon im Herbst stattfindet. So haben wir genügend Vorlaufzeit, um die Situation in den Griff zu bekommen", erzählte der Chef-Organisator von der "Volkslaufgemeinschaft 1991 Magdeburg e.V." im "SpiO"-Talk.

Sicherheitsmaßnahmen können gewährleistet werden

Dabei ist vor allem die geplante Teilnehmeranzahl von 5.000 Starten - im Vergleich zum abgesagten Berlin-Marathon - von entscheidender Bedeutung. "Der Berliner Marathon hat 40.000 Teilnehmer und ist international gestreut. Es ist schwierig, das mit den Sicherheitsauflagen in Einklang zu bringen", erklärte Eger. In Magdeburg hingegen können Sicherheitsmaßnahmen geschaffen werden, die Infektionen und Ansteckungsgefährdungen ausschließen. Deshalb plane man auch die Messehallen, in denen die Läufer starten und ankommen, umzugestalten, damit Abstandsregelungen eingehalten werden können. Zudem habe man einen bereits "weit fortgeschrittenen" Notfallplan erarbeitet. Dieser schließt auch eine eventuelle Mundschutzpflicht ein.

Läuferinnen und Läufer starten am 19.10.2014 bei spätsommerlichem Wetter in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) zum 11. Magdeburg-Marathon.
Der Marathon in Magdeburg ist Sachsen-Anhalts größte Laufveranstaltung. (Archiv) Bildrechte: dpa

Finanzielle Grundlagen stehen

Auch die potenziellen Starter für den Magdeburg-Marathon scheinen sich von der ungewissen Lage nicht beeinflussen zu lassen. So habe man bis jetzt in etwa die gleiche Anzahl an Meldungen wie im Vorjahr, berichtete Eger. Die Startgelder werde man jedoch erst dann einziehen, wenn es Grünes Licht von Seiten der Bundesregierung und der Landessportverbände gibt. Auch in puncto finanzielle Grundlagen konnte der Organisator Entwarnung geben: "Wir haben den großen Vorteil, dass wir langjährige Partner an der Seite haben. Die Sponsorenverträge wurden bereits geschlossen." 

"Interesse am Magdeburg-Marathon dieses Jahr noch größer"

Ein Konkurrenzsituation durch parallel stattfindende Läufe, wie beispielsweise in Lübeck oder Braunschweig, befürchtet Eger nicht: "Ich glaube nicht, dass wir als Volkslauf von Konkurrenz betroffen sind. Wenn im Laufe des Jahres wenig bis keine Events stattfinden, ist das Interesse am Magdeburg-Marathon noch größer."

Ob Marathon, Halbmarathon, 10-km-Lauf, 4,2-km-Lauf oder ein Kinderlauf über 400m: Läuft - im wahrsten Sinne des Wortes - alles wie geplant, können sich Lauf- und Walk-Fans zuversichtlich auf die 17. Ausgabe des Events einstimmen.

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