Wintersport | Nordische Kombination Ronny Ackermann: "Neuer Impuls für die Mannschaft"

Nach dem überraschenden Ende seiner Tätigkeit als Sprung-Trainer der deutschen Kombinierer hat sich Ex-Weltmeister Ronny Ackermann im "SpiO"-Talk zu den Beweggründen seines Abgangs geäußert.

Ronny Ackermann
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Ronny Ackermann hat sein Ende als Sprung-Trainer der deutschen Kombinierer sachlich begründet. Im "SpiO"-Talk am Freitag sagte der Thüringer: "Irgendwann kommt der Punkt, an dem man nicht mehr die entscheidenden Impulse setzen kann." Am Dienstag hatte der Deutsche Ski-Verband bekannt gegeben, dass der Österreicher Heinz Kuttin künftig für die Kombi-Springer zuständig sein wird.

SpiO Talk mit Ronny Ackermann 1 min
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Der vierfache Weltmeister, der seit 2011 im Trainerteam war, erklärte: "Durch Norwegen ist das Niveau beim Springen nun unglaublich hoch, es ist fast so hoch wie bei den Spezialspringern. Angesichts der beiden kommenden Großereignisse, der Heim-WM in Oberstdorf und Winter-Olympia in Peking, habe ich gespürt, dass jetzt der Zeitpunkt für eine Veränderung ist. Der eine oder andere hat große Ziele. Und wir wollen den Abstand zu Norwegen zu reduzieren."

Kein Kronprinz von Bundestrainer Weinbuch mehr

Dass der scheinbar logische Nachfolger von Bundestrainer Hermann Weinbuch nun die Kronprinzen-Rolle verlässt, ist für ihn kein großes Thema: "Darüber hatten wir nie gesprochen. Im Sport darf man ohnehin nicht so weit in die Zukunft schauen. Wir hatten ein fantastisches Trainerteam, wir arbeiten seit neun Jahren zusammen, ich ich will sagen, dass es Abnutzungserscheinungen gab, aber die Dinge werden dann vielleicht nicht mehr so mit 100 Prozent umgesetzt. Ich hatte auch öfters mal einen anderen Trainer - da wird sehr viel Energie frei gesetzt." Der Prozess sei in den vergangenen Wochen gereift: "Ich hatte das Gefühl, dass es in dieser Konstellation nicht weiter gehen sollte, dass man sich im Kreis dreht."

Ronny Ackermann
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Seine Zukunft könnte weiterhin im Deutschen Ski-Verband liegen: "Ein paar Ideen gibt es, Gespräche darüber gab es auch." Aber auch eine Funktion an seinem Wohnort und traditionsreichen Wintersport-Station Oberhof wäre "eine Option" für den 42-Jährigen.

Ackermann 1 min
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cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 15. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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