Breitensport Bund und Länder beschließen Lockerungen im Breitensport

Bund und Länder wollen den wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Trainingsbetrieb im Breitensport unter freiem Himmel wieder erlauben. Nach Wochen des Stillstands darf damit auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder unter bestimmten Bedingungen trainiert werden.

Die leere Wildwasserbahn im Kanupark Markkleeberg.
Bildrechte: dpa

Gute Nachrichten für alle Freizeitsportler: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich bei ihren Beratungen am heutigen Mittwoch auch auf eine Öffnung des Breitensports verständigt. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen.

Strenge Hygiene- und Sicherheitsauflagen

Verbunden mit der Wiederaufnahme sind strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen, auf die sich die Sportminister der Länder am 28. April geeinigt hatten. So muss stets ein Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern zu anderen Teilnehmern gewährleistet sein. Zudem muss der Sport kontaktfrei ausgeübt werden. Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, sind ebenso einzuhalten, wie Trainingseinheiten mit höchstens fünf Personen. Die Nutzung von Hallensportstätten ist weiterhin nur mit Sondergenehmigungen gestattet.

Verbände arbeiten Konzepte aus

Für die einzelnen Sportarten und Disziplinen haben zudem die Spitzenverbände des Deutschen Sportbundes Konzepte mit Übergangsregeln für ihre Sportarten entwickelt, die dem noch besseren Schutz vor Coronavirus-Infizierungen dienen sollen. Für Mannschaftssportarten beginnt die Wiederaufnahme des Trainings zunächst mit Individualtraining. Erst schrittweise soll danach in Kleinstgruppen geübt werden und erst am Ende der Corona-Krise wieder Training und Spiele in voller Teamstärke möglich sein.

Geduld ist weiterhin gefragt

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die schrittweise Wiederbelebung des Breitensports bereits seit Wochenbeginn vorangetrieben. Bei den Vereinen und Verbänden übt man sich aber weiterhin in Geduld. "Der Plan ist, sich den nächsten Tagen und Wochen zu orientieren und den Betrieb so langsam, aber sicher wieder hochfahren zu können", sagte beispielsweise Bernhard Stumpe, Stützpunktleiter des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt, dem MDR.

Was ist wo erlaubt? Thüringen:
Seit dem 4. Mai darf in Thüringen wieder mehr Sport getrieben werden. Unter Beachtung verschiedener Vorgaben zum Infektionsschutz kann vorerst der Individualsport im Freien ausgeübt werden (beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf, Reiten und ähnliche Sportarten). Kontaktbeschränkungen und der Mindestabstand müssen eingehalten werden. Ein regulärer Trainingsbetrieb in allen Sportarten ist damit weiterhin nicht möglich, Sporthallen und Schwimmbäder bleiben geschlossen, ebenso Sportschulen.

Sachsen:
Ebenfalls seit dem 4. Mai kann unter Beachtung verschiedener Auflagen zum Infektionsschutz der Trainingsbetrieb zunächst im Freien wieder anlaufen.
Die Regelung schließt keine Sportarten aus, macht aber unter anderem zur Bedingung, dass alle Teilnehmenden jederzeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Zudem soll das Training in kleinen Gruppen stattfinden und die aktuellen Hygienevorschriften eingehalten werden. Innensportstätten und Schwimmbäder bleiben weiterhin geschlossen.

Sachsen-Anhalt:
Ebenfalls seit dem 4. Mai. Generell ist nur Sport im Freien erlaubt. Hallen und Schwimmbäder bleiben geschlossen. Durchgängiger Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Sportlern muss sichergestellt sein. Maximal fünf Menschen dürfen zusammen trainieren. Trainingssituationen, bei denen direkter Kontakt zwischen den Sportlern entsteht, sind nicht erlaubt – also beispielsweise Zweikämpfe bei Fußballern. Genutzte Sportgeräte müssen desinfiziert werden.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 06. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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