06.05.2020 | 11:04 Uhr Sachsen hilft Musikschulen und Musiklehrern mit sechs Millionen Euro

Zwei Gitarrenschüler sind auf einem Bildschirm zu sehen.
Musikunterricht ist in Corona-Zeiten oft nur mittels Videokonferenz möglich. Bildrechte: Frank Kroll

Der Freistaat Sachsen unterstützt private Musikschulen und freie Musiklehrer mit insgesamt sechs Millionen Euro. Wie das Kunstministerium am Mittwoch mitteilte, können Anträge ab sofort beim Sächsischen Musikrat gestellt werden. Mit dem Programm sollen die Einnahmeverluste der freien Musikschulen und der Honorarlehrkräfte aufgrund der Corona-Pandemie ausgeglichen werden. Zudem würden bis zu 60 Prozent der Honorarausfälle von freien oder privaten Anbietern von außerschulischem Musikunterricht ersetzt, hieß es.

Ministerin: Ein Drittel des Unterrichts fällt aus

Kulturministerin Barbara Klepsch sagte, ein Drittel des Unterrichts an Musikschulen falle derzeit aus. Ein Großteil des Unterrichts finde als Videounterricht statt. Komplett ausfallen müssen in den Musikschulen derzeit Ensemblearbeit, Gruppenunterricht und der gesamte Bereich der musikalischen Früherziehung. Entsprechend sinken die Einnahmen durch Unterrichtsgebühren um ein Drittel gegenüber den Planzahlen.

Musikrat begrüßt Hilfen

Torsten Tannenberg, Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates e.V., sagte, "diese unbürokratische Finanzhilfe soll alle ermutigen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer musischen Bildungsarbeit festzuhalten".

Die Musikschulen erhalten einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das Programm gilt innerhalb des Zeitraumes, in dem die Allgemeinverfügung den Musikschulunterricht nicht ermöglicht. Freie Musiklehrer, die ihre Honorarausfälle nachweisen, können eine maximale Unterstützung von 750 Euro je Woche als Zuschuss erhalten.

Das Hilfsprogramm wird nach Ministeriumsangaben den Zeitraum von Mitte März bis zum Ende des Schuljahres abdecken.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.05.2020 | 13:00 Uhr in den Nachrichten

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